Eigentlich nicht grundsätzlich Neues, macht das sogenannte Faktorinvestment Furore. Bestimmte Aktienmerkmale sorgen für bessere Performance und damit Rendite.

„Faktorinvestment ist wissenschaftlich gut untersucht, aber seitdem es das auch in Form von ETFs gibt, ist die Methode voll im Trend“, unterstreicht Michael Winker. Er ist Direktor Portfolio Management und Head of ETF Investments der FERI Trust GmbH, die einen Großteil der Kundengelder der MLP-Gruppe verwaltet.

Faktor-ETFs: Langfristig Risikoprämien einsammeln

„Langfristig kann man damit Risikoprämien einsammeln und eine Outperformance erzielen“, erläutert der Experte. „Kurzfristig können aber Trendwechsel je nach Marktphase die Ergebnisse verhageln“, warnt er. Zu Faktorinvestment gehören solche Phänomene wie Value, Momentum, Bilanzqualität oder Minimum-Varianz. „Darauf hat sich die ETF-Branche eingestellt und entsprechende Indizes als ETF aufgelegt“, berichtet Heike Fürpaß-Peter, Leiterin Retailvertrieb für die deutschsprachige Region bei Lyxor ETF.

„Wer sich nicht so auskennt und jeden Faktor genau für die entsprechende Marktphase analysiert, kann einfach die unterschiedlichen Faktoren gleichgewichtet nutzen“, hat Winker erfahren. Auch da gibt es inzwischen Multifaktoren-ETFs. Doch die Erfahrung zeigt, dass auch diese in Phasen extremer Trendwechsel leiden. „Seit Sommer hat sich ein kräftiger Wandel vollzogen, bedingt durch die Branchenrotation, betont Winker und mahnt: „Man braucht einen langen Atem.“

Eine Liste mit ausgewählten Faktor-ETFs finden Sie in der ETF-Suche.

Interesse an News zu ETFs und Geldanlage?

Unser kostenloser Newsletter hält Sie auf dem Laufenden.

Markus Jordan ist Gründer und Herausgeber des EXtra-Magazins. Einer der führenden ETF-Informationsplattformen in Deutschland. Er hat über 25 Jahre Erfahrung im Bereich Finanzen und Geldanlage mit Schwerpunkten auf Exchange Traded Funds, Robo-Advisors und digitale Bankdienstleistungen und ist ein gefragter Experte auf diesen Gebieten.