Die aktuellen Niedrigzinsen bieten kaum noch schwankungsarme und auskömmliche Renditen. Damit haben auch die Einrichtungen betrieblicher Altersvorsorge zu kämpfen. Wie meistern sie das?

Dr. Thomas Friese, Vorstand der NSN Pensions Trust, aus München, der Pension Einrichtung von Nokia in Deutschland, kennt nur ein klares Rezept: Diversifizieren, breit, über alle Anlagenklassen hinweg und durchaus mit höheren Risiken.“ Staatsanleihe habe man kaum mehr, dafür umso mehr Unternehmensanleihen.

Niedrigzinsen: Wir setzen auf passive ETFs

Dies hat sich aktuell ausgezahlt, denn seitdem die EZB ankündigt hat, künftig auch Unternehmensanleihen zu kaufen, sind die Kurse gestiegen. So ist NSN mit rund 40 Prozent im Bereich Anleihen positioniert. Rund 20 Prozent entfallen auf Aktien und der Rest sind sogenannte alternative Investments. „Auch wir können Verluste nicht vermeiden“, sagt der Trustverwalter, „aber sie sollte möglichst klein sein. Überwiegend kommen dabei passive ETFs zum Einsatz, während bei den alternativen Investment Direktengagements und aktive Produkte favorisiert werden.

„Auch die betriebliche Altersvorsorge nutzt generell mehr ETFS“, weiß Heike Fürpaß-Peter, die den Retailvertrieb von Lyxor ETF für die deutschsprachigen Regionen verantwortet, „vor allem sind sie unverzichtbar, wenn die Vorsorgeeinrichtungen taktisch agieren müssen.“

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Markus Jordan ist Gründer und Herausgeber des EXtra-Magazins. Einer der führenden ETF-Informationsplattformen in Deutschland. Er hat über 25 Jahre Erfahrung im Bereich Finanzen und Geldanlage mit Schwerpunkten auf Exchange Traded Funds, Robo-Advisors und digitale Bankdienstleistungen und ist ein gefragter Experte auf diesen Gebieten.