Riester ist tot – hört man immer häufiger. Bei den niedrigen Zinsen lohnt sich das Sparen für die Altersvorsorge nicht mehr – trotz der beträchtlichen staatlichen Zulagen. Doch es gibt auch eine Gegenbewegung und die kommt von jungen Start-ups.

Fairr.de aus Berlin bietet ein umfassendes digital-unterstütztes Angebot für die Altersvorsorge. „Wenn man Riester kostengünstig gestaltet, dann lohnt es sich allemal, nicht nur wegen der Zulagen“, sagt Wolf-Alexis Puttfarken, der bei fairr.de die Geschäftsentwicklung leitet. Riester sei für Angestellte weiterhin die erste Wahl. Durch den ausschließlichen Einsatz von ETFs sind die Kosten deutlich gesenkt worden.

„Wenn man 40 Jahre Laufzeit und fünf Prozent Rendite pro Jahr unterstellt, machen 0,5 Prozent Kostenunterschied schon fast 15 000 Euro aus“, rechnet Puttfarken vor.

Thomas Wiedenmann, beim ETF-Anbieter iShares für den Vertrieb an Banken, Versicherungen und Vermögensverwaltungen zuständig, sieht ETFs bei der Altersvorsorge auf dem Vormarsch: „Immer mehr Anbieter setzen auf kostengünstige Indexfonds. Selbst viele Versicherungen, die bisher noch gezögert haben.“