Was macht eine traditionelle Vermögensverwaltung, die durch kostengünstige Robo-Advisors unter Druck gerät? Sie bietet selbst die digitalen Vermögensverwaltung an und integriert sie als Hybrid-Modell.

„Richtig genutzt, können die Robo-Advisors dem potentiellen Kunden, aber auch die Berater helfen“, erklärt Marc Cavatoni, Direktor Vermögensverwaltung bei Nowinta Investmentservice aus Aaalen, „wir kombinieren Tradition mit Digitalisierung.“ Dazu bietet das Unternehmen einen internetbasierend Abfragekatalog um die Risikobereitschaft und die Risikotragfähigkeit von Anleger zu erkunden. Umgesetzt wird das Ganze dann in fünf ETF-Strategien.

„Die Aktienquote bestimmt die Risikobereitschaft“, erläutert Cavatoni, „wir sind weltweit über alle Anlageklassen diversifiziert und nehmen sieben bis 15 ETFs ins Portfolio einer Strategie.“ Je nach Marktlage wird die Aktienquote in engem Rahmen angepasst. „Dabei verfolgen wir unsere Philosophie, indem wir Diversifikation mit Antizyklik verbinden.“

Nach stärkeren Einbrüchen wurde so immer wieder die Aktienquote erhöht. „Digitale Strategie und ETFs passen gut zusammen“, ergänzt Thomas Wiedenmann von iShares, der dort für den Vertrieb an Banken, Vermögensverwaltungen und Versicherungen zuständig ist, „weil vor allem die günstigen Kosten sich positiv auf die Rendite auswirken.“

Markus Jordan ist Gründer und Herausgeber des EXtra-Magazins. Einer der führenden ETF-Informationsplattformen in Deutschland. Er hat über 25 Jahre Erfahrung im Bereich Finanzen und Geldanlage mit Schwerpunkten auf Exchange Traded Funds, Robo-Advisors und digitale Bankdienstleistungen und ist ein gefragter Experte auf diesen Gebieten.