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Trendsignale: „Noch keine Entwarnung“

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Vermögensverwaltende Fonds auf Grundlage von Trendfolge hatten es in den Korrekturmonaten äußerst schwer. Konnten sie die schlimmsten Rückschläge vermeiden?

Der Veri ETF-Dachfonds, der älteste Fonds in Deutschland der nur mit ETFs 2007 antrat, nutzt ein quantitatives Trendfolgemodell und sollte zu starke Rückschläge vermeiden. Doch Trendfolgesysteme reagieren in der Regel mit Verzögerung. „So wurden wir durch den August-Rückschlag auf dem falschen Fuß erwischt“, erläutert der Manager Marcus Russ von Veritas Investment, „haben aber danach die Aktienquote drastisch reduziert und nicht wieder aufgestockt.“ Dadurch entging ihm die Erholung im Oktober, aber jetzt nach der neuerlichen Abwärtsbewegung fühlt er sich bestätigt: „Unser Rückschlag zum Jahresbeginn war minimal.“ Heike Fürpaß-Peter, Leiterin des Retail-Vertriebs von Lyxor ETF für Deutschland, Österreich und der Schweiz, berichtet dagegen, dass viele ETF-Anlieger auch antizyklisch reagiert haben. „Das ist nicht unsere Sache“, sagt Russ, „wir wollen einen halbwegs soliden mittelfristigen Aufwärtstrend“. Dafür fehlten noch fast alle Signale. Entsprechend lässt er die Aktienquote noch bei drei Prozent im Fonds. „Noch gibt es keine Entwarnung,“ analysiert er die Trendsignale.

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