Afrika-ETF: Einer der besten ETFs des Jahres

Satte Renditen waren 2016 mit Aktien nicht drin. Doch es gibt Ausnahmen wie den Afrika-ETF, einer der besten ETFs des Jahres. Ein Blick nach Afrika.

Großes Bevölkerungswachstum, strukturelle Probleme. Diese Eigenschaften schreiben viele Menschen dem afrikanischen Kontinent zu. Doch Afrika ist nicht gleich Afrika. Zwischen Nordafrika und Südafrika liegen tausende Kilometer. Auch die Mentalitäten sind innerhalb des Kontinent höchst verschieden. Folglich gibt es auch in Afrika ökonomische Lichtblicke, die sich mit gescheiterten Staaten abwechseln.

 

China hat dies schon seit Jahren erkannt und investiert fleißig. Zwischen 2004 und 2014 hat China seine Investitionen in Afrika auf 32 Milliarden US-Dollar verzwanzigfacht. Doch wer in Afrika investieren will, kommt um Kenner der jeweiligen Region nicht herum. Lokale Unternehmen kennen den Markt und kommen mit bürokratischen Hürden in der Regel besser zurecht als Konzerne aus Europa.

Binnenwirtschaft stabilisiert afrikanische Aktien

Auch aus diesem Grund haben Konzerne aus Afrika während der vergangenen Jahre eine deutliche Entwicklung genommen. Ob als Kooperationspartner ausländischer Investoren oder aber als Profiteure der wachsenden Nachfrage in Afrika: Längst gibt es Unternehmen, die überall dort aktiv sind, wo in Afrika Wachstum herrscht. Neben einigen Industrien und dem Abbau von Rohstoffen gewinnt in Afrika zunehmend der Binnenmarkt an Bedeutung. Stark steigende Bevölkerungszahlen treiben die Nachfrage. Investitionen heben den Wohlstand und befeuern die Binnenwirtschaft zusätzlich. Aus Sicht der Investoren hat sich Afrika während der vergangenen Jahre als relativ robust gegenüber äußeren Einflüssen erwiesen. Die Aktien korrelieren nur gering mit Aktienmärkten in Europa oder den Emerging Markets. Daher eignen sich afrikanische Aktien auch als Instrument zur Diversifikation.

Afrika-ETF: Guter Mix sorgt für Rendite

Der Lyxor Pan Africa UCITS ETF C-EUR (WKN: LYX0V7) fokussiert sich auf die größten afrikanischen Unternehmen. Diese sind in den Branchen Grundstoffe (34,34%), Finanzdienstleistungen (32,61%), Telekommunikation (10,32%) und Verbraucherservice (9,54%). Insgesamt sind 56,7 Millionen Euro investiert. Im laufenden Jahr kletterte der ETF um 29,7 Prozent. Das Produkt gehört damit zu den erfolgreichsten des laufenden Jahres. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,85 Prozent.

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Maximilian Stratz studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth. Seit 2016 ist Maximilian Stratz im Redaktionsteam des EXtra-Magazins beschäftigt.