Es gibt verschiedene Wege, ein Portfolio robuster aufzustellen. Einer davon ist eine höhere Anleihequote. Ein ETF bietet Zugang zu 19 Emittenten.
Aktien runter, Anleihen rauf – das ist laut Experten eine denkbare Variante.

Die Münchner Privatbank Merck Finck sieht aktuell keinen Grund, Aktien zu übergewichten. Fundamental sehen die Experten die gute Weltkonjunktur eingepreist. Hinzu komme allerdings das Risiko eines Handelskonflikts. „Die Wahrscheinlichkeit, dass die Aktienmärkte erst einmal weiter konsolidieren, hat deutlich zugenommen“, erklärt Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck, in einem aktuellen Marktkommentar. Die Gründe dafür sieht Greil in erster Linie in geopolitischen Ursachen: „Letztendlich hat das geopolitische Risiko deutlich zugenommen, insbesondere im Hinblick auf einen protektionistisch motivierten weltweiten Handelskrieg. Aufgrund dieser Unsicherheiten sowie angesichts der Unberechenbarkeit der jüngsten Kursentwicklungen ist die erwartete Volatilität stark gestiegen“, so Greil. Sind Anleihen also interessant?

Mit Anleihen das Fundament im Depot stärken

Angesichts der aktuellen Lage bleiben Anlegern mehrere Optionen. Investoren, die ein ETF-Portfolio verwalten, können Aktienquoten einfach und unkompliziert reduzieren, indem sie Teilverkäufe vornehmen. Wer allerdings aktiv verwaltete Fonds oder aber Einzeltitel im Depot hat, möchte womöglich noch etwas abwarten – insbesondere dann, wenn die Aktienstrategie ohnehin defensive Titel bevorzugt. In einem solchen Fall kann es Sinn machen, das eigene Portfolio mittels eines höheren Anleiheanteils robuster aufzustellen. Wer seinem Portfolio Anleihen per ETF beimischt, profitiert davon, wenn Profi-Investoren ihr Kapital kurzfristig in dieser liquiden Anlageklasse parken. Hellt sich die Stimmung wieder auf, ist ein solcher Anleihe-ETF schnell wieder verkauft.

Anleihe-ETF: Breit gestreut ist halb gewonnen

Ein Beispiel für ein passendes Produkt ist der Xtrackers II Global Government Bond UCITS ETF (WKN: DBX0A8). Der ETF bündelt Staatsanleihen aus aller Welt. Die wichtigsten Emittenten sind USA (34,58%), Japan (20,39%), Frankreich (8,86%) und Italien (8,25%). Insgesamt sind 949 Bonds aus 19 Ländern im Index repräsentiert. Die Duration liegt bei 8,05. Der ETF gab im laufenden Jahr 0,3 Prozent ab, zeigte zuletzt aber eine positive Entwicklung. Aktuell sind 324 Millionen Euro investiert, die Gesamtkostenquote beträgt 0,25 Prozent.

Xtrackers II Global Government Bond UCITS ETF

Kurs

223,06 €

Kosten (TER)0,25 %
Fondsvolumen341,78 Mio. €
Indexabbildungphysisch
1 Monat+0,33 %
Lfd. Jahr-1,12 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

Weitere interessante Investmentmöglichkeiten finden Sie in unserem ETF-Anlageleitfaden. Dieser erleichtert Ihnen den Einstieg in die Welt der Exchange Traded Funds (ETFs). Wir stellen Ihnen darin die Anlagemöglichkeiten einzelner Länder, Regionen, Sektoren oder Investmentthemen vor.

Bitte melden Sie sich für unseren kostenfreien ETF-Newsletter an.

Interesse an News zu ETFs und Geldanlage?

Unser kostenloser Newsletter hält Sie auf dem Laufenden.

Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das ETF EXtra-Magazin.