Der Preis für das Industriemetall Aluminium hat zuletzt kräftig aufgeholt. Es gibt einige positive Signale, die eine Fortsetzung der Rallye wahrscheinlich machen.

Die Rohstoffpreise haben in den vergangenen Monaten ihr Waterloo erlebt. Unter die Räder gerieten auch die Preise für die Industriemetalle. So ist die Notierung für Aluminium Mitte Januar bis auf 1.450 Dollar je Tonne nach unten gekracht, bevor sich in der Folge ein Aufwärtstrend etablieren konnte. Zurzeit liegt der Preis bei rund 1.650 Dollar/Tonne, was dem Niveau von Mitte vergangenen Jahres entspricht. Das helle Metall hat die zwischenzeitliche Delle somit ausgebügelt, doch ist das nun das Ende der Fahnenstange? Ein Grundproblem für die Metallpreise waren zuletzt die ungünstigen Fundamentaldaten. So ergab sich auf dem Weltmarkt ein Angebotsüberschuss bei gleichzeitig schwächelnder Nachfrage. Doch der Markt steuert auf ein Gleichgewicht zu, was den Preisen weiteren Auftrieb geben könnte.

Rückläufiges Angebot im ersten Quartal

Nach Angaben des International Aluminium Institute (IAI) ist im ersten Quartal die weltweite Aluminiumproduktion im Jahresvergleich um knapp zwei Prozent auf 14 Mio. Tonnen zurückgegangen. Für China — dem weltweit wichtigsten Förderer — ermittelte das IAI einen Rückgang der Produktion von 5 Prozent zum Vorjahr. „Insgesamt machen die Zahlen Hoffnung, dass die Anpassungsprozesse in China an Dynamik gewinnen“, schreibt die Landesbank Baden-Württemberg im aktuellen Commodities Weekly. Gleichzeitig steigt die Nachfrage. Die LBBW-Rohstoffexperten erwarten für dieses Jahr einen weltweiten Zuwachs um fünf Prozent. Wichtigster Abnehmer von Aluminium bleibt der Transportsektor. In den USA bewegt sich der Automobilmarkt auf unverändert hohem Niveau, während in Europa die aktuellen Zulassungszahlen weiteres Wachstum signalisieren. Nicht zuletzt hat sich auch der weltgrößte Automarkt China nach der Absatzschwäche im letzten Jahr wieder spürbar erholt.

Am Aufwärtstrend bei Industriemetallen partizipieren

Risikoaffine Anleger können mit dem ETFS Aluminium (WKN: A0KRJS) auf eine weitere Kurserholung bei dem Basismetall setzen. Das Produkt basiert auf der Aluminium-Komponente im Dow Jones-UBS Commodity Index. Der Subindex spiegelt die Preisbewegungen im Aluminium-Future wider. Im laufenden Jahr erzielte der ETFS eine Rendite von soliden 3,73 Prozent, bei einer Gesamtkostenquote von 0,54 Prozent. Investoren, denen der Fokus auf ein einzelnes Metall zu einseitig erscheint, decken mit dem ETFS Industrial Metals (WKN: A0KRKG) den Sektor für Industriemetalle in der Breite ab. Der Index spiegelt die Preisbewegungen der Rohstoff-Futures von Aluminium, Kupfer, Nickel und Zink wider. Die Performance in diesem Jahr liegt aktuell bei +2,61 Prozent. Die Kostenquote beträgt ebenfalls 0,54 Prozent p. a.

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