Wenn niemand mehr etwas von einer Branche wissen will, wittern gewiefte Spekulanten Einstiegschancen.

Die Stimmung an den Börsen hat sich gedreht. Innerhalb von wenigen Tagen hat es der DAX nachhaltig über die Marke von 10.000 Punkten geschafft. Doch eine Branche befindet sich noch immer im Stimmungstief. Wie eine bereits vor zwei Wochen veröffentlichte Studie des Analysehauses Sentix zeigt, ist die Stimmung der Anleger bezüglich Bankaktien so negativ, wie seit dem Höhepunkt der Eurokrise nicht mehr. Inzwischen sind Banken bereits seit Jahren für viele Anleger unattraktiv. Eigentlich hält die Banken-Aversion bereits seit der Finanzkrise an – doch ist die Abneigung gegen Banken gerechtfertigt?

Die Stimmung ist am Boden – Banken blicken nach vorne

Banken sind für jede Volkswirtschaft wichtig. Sie vergeben Kredite und sichern den reibungslosen Zahlungsverkehr. Nicht umsonst stützt die Europäische Zentralbank die angeschlossenen Bankhäuser seit diesem Jahr noch stärker als jemals zuvor. Doch es ist keineswegs so, dass Banken am Abgrund stünden. Während der vergangenen Jahre konnten sich die großen europäischen Institute auf den Wandel einstellen. Die Angst vor einer Überregulierung ist inzwischen der Erkenntnis gewichen, dass Rahmenbedingungen gemeinsam mit den Behörden erarbeitet werden müssen. Institute wie die Deutsche Bank denken sogar noch weiter und investieren in digitale Modelle, um die Bank der Zukunft zu entwickeln. Sentix-Analysten erkennen in der negativen Stimmung der Anleger bezüglich Banktitel sogar Chancen.

Banken-ETF hat Brexit-Angst abgelegt

Anleger, die sich zwischen dem zahlreichen Angebot europäischer Banken nicht entscheiden wollen, können den Sektor im Paket kaufen. Der SPDR® MSCI Europe Financials UCITS ETF (WKN: A1191R) bildet Banken aus Kontinentaleuropa ab und hat einen Schwerpunkt in Großbritannien. Zuletzt belastete die negative Brexit-Fantasie die Kurse, doch hat der Markt bereits wieder Hoffnung gefasst: Binnen einer Woche ging es um 6,9 Prozent nach oben. Aktuell sind 237 Millionen Euro im ETF investiert. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,3 Prozent.

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