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Argumente für US-Finanztitel

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Argumente für US-Finanztitel
Eine Bankenkrise ist in den USA ausgeschlossen, betont Janet Yellen. Und in Europa? Es gibt gute Gründe für Investments in US-Finanzwerte.

Nach Ansicht von Thomas Böckelmann, leitender Portfoliomanager bei Euroswitch, verhindern lokal unterschiedliche Motive strukturelle Reformen im europäischen Bankensektor: „Während in den USA mittlerweile nach Aussagen der US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen eine Wiederholung der Bankenkrise vom Jahr 2007 kaum vorstellbar ist, steckt Europa noch mittendrin“, so der Anlageprofi. Lediglich Spanien habe es dank harter Einschnitte geschafft, ein inzwischen über drei Jahre währendes Wachstum mit Raten jenseits der Marke von drei Prozent zu schaffen. Anders die Situation im Rest Europas. Böckelmann verweist auf Italien, das erst kürzlich zwei Banken mit Steuergeldern gerettet habe. Selbst Deutschland gehöre zu den Ländern, die ihre Reform-Hausaufgaben nicht gemacht hätten: „Müsste Deutschland wie ein ordentlicher Kaufmann bilanzieren, läge die Schuldenquote nicht bei 68 Prozent, sondern eher bei 90 Prozent der Wirtschaftsleistung“, betont Böckelmann. Die Schwelle von 90 Prozent gilt bei Staaten als wichtige Marke, ab der es schwer wird, Schulden aus eigener Kraft bedienen zu können.

Banken aus den USA: Da weiß man, was man hat

Trotz der nach Ansicht von Experten nicht sehr weit fortgeschrittenen Regulierung in Europa, erfreuen sich europäische Bankentitel einem großen Zuspruch. Entsprechende Branchenindizes sind während der vergangenen Monate eindrucksvoll gestiegen und zeigten auch zuletzt relative Stärke. Wenn es allerdings um die Robustheit geht, sollten Anleger unbedingt auch einen Blick auf Institute aus Übersee werfen. Vor allem im Spiegel des europäischen Flickenteppichs aus unterschiedlichen Interessen wirkt die Situation von US-Instituten deutlich homogener.

Die Größen der Branche in einem ETF

Zuletzt entwickelten sich US-Bankaktien deutlich schlechter als ihre europäischen Pendants. Wer Schwerpunkte in den USA setzen möchte und den Aussagen von Fed-Chefin Janet Yellen Glauben schenkt, sollte sich den S&P 500 Financials-Index einmal näher anschauen. Der Index bündelt die wichtigsten Finanztitel aus dem S&P 500. Passiv orientierte Investoren können mit dem iShares V plc – S&P 500 Financials Sect. UCITS ETF USD (WKN: A142NY) einen kostengünstigen Einstieg wagen. Mit dabei sind Titel wie JPMorgan Chase (10,71%), Berkshire Hathaway (10,61%), Wells Fargo (8,22%) und Bank of America (7,95%). Der ETF ist thesaurierend und wird vierteljährlich neu angepasst. Insgesamt sind 66 Titel im ETF vertreten. Im laufenden Jahr ging es um 2,4 Prozent nach unten. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,15 Prozent.

iShares S&P 500 Financials Sector UCITS ETF

WKN: ISIN: IE00B4JNQZ49
Kurs

5,87 €

Kosten (TER)0,15 %
Fondsvolumen1.035,51 Mio. €
Indexabbildungphysisch
1 Monat+8,42 %
Lfd. Jahr+4,91 %
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