Good Old Europe
Der Zwinger in Dresden.

Laut Experten bleiben die europäischen Börsen aussichtsreich. Risikobereite Anleger können sich mit einem ETF auf den EuroStoxx 50 in Stellung bringen.

US-Aktien haben ihren Reiz, zumal sie in den letzten Jahren unterm Strich stärker zulegen konnten als europäische Papiere. Doch Europa hat Potenzial. Die Titel sind im Vergleich deutlich niedriger bewertet und bieten damit eine günstigere Gelegenheit. Hinzu kommt, dass die meisten Zentralbanken in Europa, vorne mit dabei die Europäische Notenbank (EZB) und die Bank of England (BoE), ihre Geldpolitiken weiter locker halten werden, was Aktien grundsätzlich antreibt. Aus Sicht von Experten bleiben die europäischen Börsen aus mehreren Gründen attraktiv: „Sie versprechen Kapitalzuwachs und machen sich im Laufe der Zeit in Form üppiger Dividenden von aktuell 3 bis 3,5 Prozent bezahlt“, wie Portfoliomanager Igor de Mace von DNCA Investments in einem aktuellen Marktkommentar feststellt. Momentan erfreue sich besonders die Eurozone eines günstigsten Umfelds: reichlich Liquidität, niedrige Zinsen, rückläufige Arbeitslosigkeit, billiges Erdöl und hohe Leistungsbilanzüberschüsse.

Konjunkturelles Umfeld stimmt

Europa scheint derzeit einen echten Aufschwung zu erleben: Industrieproduktion und Konsum haben sich sich im ersten Quartal ordentlich entwickelt. Auch der Arbeitsmarkt spricht für eine anhaltende moderate Erholung. Die Arbeitslosenquote ist im März auf den niedrigsten Stand seit fast fünf Jahren zurückgegangen. Unterm Strich ist die Wirtschaft in der EU zu Jahresbeginn um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum überraschend kräftig gewachsen. Und doch bleibt der Aufschwung fragil. Risiken, wie das Referendum über den „Brexit“, die politische Krise in Spanien sowie die nie nur oberflächlich verschütteten Sorgen um die horrenden Schulden Griechenlands könnten die derzeit so gut schmeckende Suppe versalzen.

ETF auf den europäischen Leitindex EuroStoxx 50

Risikobereite Investoren können sich zum Beispiel mit dem db x-trackers EURO STOXX 50 UCITS ETF (DR) (WKN: DBX1ET) in Stellung bringen und an der Entwicklung europäischer Aktien partizipieren. Der Stoxx Europe 50 gilt als europäischer Leitindex, der die Wertentwicklung von 50 branchenführenden Unternehmen der Eurozone widerspiegelt. Bei der Zusammensetzung dominieren französische Aktien, gefolgt von Deutschland, Spanien und der Niederlande. Am stärksten gewichtet sind Finanztitel, dann Konsumgüter, Industriewerte und Rohstoffe. Die größten Schwergewichte sind namentlich Total, Sanofi, Bayer, Anheuser-Busch InBev und Siemens. Die Rendite in diesem Jahr ist mit 7,88 Prozent noch negativ, doch der ETF holt auf. Wer erst vor exakt drei Monaten eingestiegen ist, darf sich bereits über einen Zuwachs von 12,03 Prozent freuen. Erwähnenswert ist noch, dass die Gesamtkosten bei lediglich 0,20 Prozent im Jahr liegen.

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Markus Jordan ist Gründer und Herausgeber des EXtra-Magazins. Einer der führenden ETF-Informationsplattformen in Deutschland. Er hat über 25 Jahre Erfahrung im Bereich Finanzen und Geldanlage mit Schwerpunkten auf Exchange Traded Funds, Robo-Advisors und digitale Bankdienstleistungen und ist ein gefragter Experte auf diesen Gebieten.