In den USA zieht Schatten auf.
In den USA zieht Schatten auf.

Der Aufschwung ist in der letzten Phase. So können Investoren bei Unternehmensanleihen aus den USA reagieren.

Unternehmensanleihen waren für viele professionelle Investoren über Jahre ein sicherer Fels in der Brandung. Doch mit der beginnenden Zinswende steigt die Nervosität. „Die Erholung der Renditen von US-Staatsanleihen seit Ende August entspricht dem in einer Phase mit steigenden Zentralbankzinsen, zunehmendem Angebot und kräftigem Wachstum zu erwartenden Muster. Im Zuge des geldpolitischen Straffungszyklus in den USA erfasst der Negativeffekt auf die Schwellenmärkte inzwischen die Unternehmensanleihen und sorgt dafür, dass auch sie Verluste verbuchen“, so Paul Brain, Leiter Fixed Income bei Newton IM – einem Anlagespezialisten von BNY Mellon IM. Wie der Experte weiter ausführt, würden erste Signale bereits darauf hindeuten, dass der nächste Anstieg des Zinsniveaus auf die Realwirtschaft durchschlagen und in Bonitätsabstufungen und einem Anstieg der Ausfallquoten resultieren könnte.

„Endphase der Konjunktur hat eindeutig begonnen“

„Für Unternehmen ist vor allem ihr durchschnittlicher Fremdkapitalzins maßgeblich. Der Durchschnittskupon für US-Unternehmensanleihen mit dreijähriger Laufzeit ist trotz steigender Bondrenditen stetig zurückgegangen. Die Durchschnittsrendite länger laufender Anleihen sagt viel darüber aus, was die betreffenden Unternehmen künftig für Fremdkapital zahlen müssen – und das ist inzwischen mehr als für jetzt fällig werdende Papiere“, konstatiert Brain. Zwar würden die Stressindikatoren von einem niedrigen Ausgangsniveau starten, aber beständig zunehmen: „Die Endphase der Konjunktur hat eindeutig begonnen“, bringt der Anleiheexperte die Situation auf den Punkt.

Guter Start für Kurzläufer-ETF

Investoren, die dennoch in Unternehmensanleihen investieren wollen oder bereits investiert sind, sollten entweder auf ein aktiv verwaltetes Produkt vertrauen, welches aktuelle Risikofaktoren berücksichtigen kann, beispielsweise aus dem Hause BNY Mellon. Passive Anleger können bei Corporates auf kürzere Laufzeiten umschichten. Dies gelingt beispielsweise mit dem Vanguard USD Corporate 1-3 Year Bond UCITS ETF (WKN: A2JCCL). Mit dabei sind Anleihen von Emittenten in US-Dollar mit Laufzeiten zwischen einem und drei Jahren. 69 Prozent der Emittenten stammen aus den USA. Der ausschüttende ETF legte seit Auflage im Mai 2018 um 3,16 Prozent zu. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,15 Prozent.

Vanguard USD Corporate 1-3 Year Bond UCITS ETF

WKN: A2JCCL ISIN: IE00BDD48R20
Kurs

44,07 €

Kosten (TER) 0,15 %
Fondsvolumen 55,19 Mio. €
Indexabbildung physisch
1 Monat -0,10 %
Lfd. Jahr 0,00 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

Weitere interessante Investmentmöglichkeiten finden Sie in unserem ETF-Anlageleitfaden USA. Dieser erleichtert Ihnen den Einstieg in die Welt der Exchange Traded Funds (ETFs).

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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.