Biotech-ETF: Im Übernahmefieber
Sie sind innovativ und wachstumsstark. Biotechfirmen werden als Kaufobjekte immer beliebter. Den Aktionären winken saftige Prämien bei Übernahmen im Sektor.

Umtriebig – diese Umschreibung trifft wohl den Kern der Sache. Ein kurzer Blick in die Finanzzeitung offenbart – die Übernahme- und Konsolidierungswelle in der Biotech-Branche läuft auf Hochtouren! So hat der US-Pharmakonzern Celgene jüngst den Kauf des Krebsspezialisten Impact Biomedicines eingefädelt. Celgene ist außerdem am Biotech-Unternehmen Juno Therapeutics dran. Der Insulinhersteller Novo Nordisk will das Biotech-Unternehmen Ablynx kaufen. Schlag auf Schlag geht es weiter: Der deutsche Biotechkonzern Biotest steht unmittelbar vor dem milliardenschweren Verkauf an den chinesischen Investor Creat und der französische Pharmakonzern Sanofi schluckt das US-Biotechunternehmen Bioverativ für 11,6 Mrd. US-Dollar.

Schlag auf Schlag

Immer mehr Medikamente werden biotechnologisch hergestellt. Statt neue Wirkstoffe selbst zu entwickeln, was in die Milliarden gehen kann, kaufen die Pharmafirmen zu, sobald aussichtsreiche Ergebnisse in klinischen Studien auf dem Tisch liegen. Big Pharma sitzt auf prall gefüllten Kassen und kann mit Übernahmen schnell die Lücken in der Pipeline schließen und Wachstum einkaufen. Ein weiterer Vorteil: Biotechnologisch entwickelte Generika sind teurer und komplizierter als klassische, was den Markt nicht so sehr unter Wettbewerbsdruck setzt. So entspannt sich auch der Preisdruck beim Original-Wirkstoff. Die Folge des heiß laufenden Übernahmekarussells sind saftige Übernahmeprämien für die Aktionäre. Für Biotechunternehmen wurde 2017 laut Berechnung der Investmentbank Bryan, Garnier &Co. ein Aufpreis von weit über 50 Prozent auf den Börsenkurs vor Bekanntwerden der Übernahme gezahlt. Zum Vergleich: Für Pharmaunternehmen wurde nur ein vergleichsweise niedriger Aufpreis von 21 Prozent angeboten. Auch in diesem Jahr wird sich laut Bryan, Garnier &Co. an der Dynamik der Übernahmen „angesichts der zunehmenden Konzentration der großen Pharmakonzerne auf wenige strategische Geschäftsfelder“ nichts ändern.

Hochprofitable Branche

Neben den kräftigen Nachschlägen als Folge von Übernahmen finden Anleger im Biotechsektor auch gesunde Fundamentaldaten vor. Zunächst dürfte die Nachfrage tendenziell ansteigen: Da die Weltbevölkerung immer älter wird, nimmt auch der Bedarf an Medikamenten zu. Inzwischen stammt jeder zweite neue Wirkstoff von einem Biotech-Unternehmen. Dabei arbeitet die Branche hochprofitabel. Umsatz und Gewinn steigen stärker als die Kurse. Das hat zur Folge, dass Biotech-Titel noch vergleichsweise günstig bewertet sind. Mit dem im Herbst neu aufgelegten iShares Nasdaq US Biotechnology UCITS ETF (ISIN: IE00BYXG2H39) wird Anlegen ein gezielter Zugang zu Aktien aus dem Biotechnologie- und Pharmasektor, die an der NASDAQ notiert sind, ermöglicht. Unter den Top-Positionen finden sich Celgene, Amgen und Biogen. Der ETF legte in diesem Jahr bereits knapp drei Prozent an Wert zu. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,35 Prozent im Jahr. Interessenten sollten aber das Wechselkursrisiko im Auge behalten, die Fondswährung lautet in US-Dollar.

iShares Nasdaq US Biotechnology UCITS ETF

WKN: A2DWAW ISIN: IE00BYXG2H39
Kurs

0,00 €

Kosten (TER) 0,35 %
Fondsvolumen 15,87 Mio. €
Indexabbildung physisch
1 Monat 0,00 %
Lfd. Jahr 0,00 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

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