Start ETFs im Fokus Börsen-Crash im Herbst?

Börsen-Crash im Herbst?

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Crash-Artikel

Mehrere prominente Investoren erwarten eine heftige Korrektur an den Aktienmärkten. Von einer solchen Entwicklung können Anleger mit einem Short-ETF profitieren.

Gründe für ein Ende der Börsen-Rallye gab es in den zurückliegenden Monaten viele. Trotzdem sind die Aktienkurse in Amerika und Europa deutlich gestiegen. Es ist aber fraglich, ob sich dieser Trend in den kommenden Wochen fortsetzen wird. Denn es gibt Faktoren, die für eine zunehmende Nervosität der Marktteilnehmer sprechen. Darüber hinaus ist der September hierzulande traditionell ein schlechter Börsenmonat: In den vergangenen 25 Jahren ist der DAX im September im Durchschnitt um drei Prozent gefallen.

George Soros setzt auf Kursrückgänge

Ein baldiges Börsengewitter erwarten unter anderem die Anlageexperten Marc Faber und Roland Leuschel. Von großer Bedeutung ist zudem, dass der US-Investor George Soros mit 1,25 Milliarden US-Dollar auf fallende Kurse spekuliert. Ob sein Deal von Erfolg gekrönt sein wird, steht in den Sternen. In der Vergangenheit lag Soros mit seinen Entscheidungen allerdings schon oft richtig. Beispielsweise verkaufte er im vierten Quartal 2012 einen Teil seiner Gold-Investments. Dies war clever, denn das Edelmetall hat im April 2013 signifikant an Wert verloren.

Short-ETF-Kurs steigt, wenn der Index fällt

Wenn Soros auf einen Börsen-Crash setzt, ist es durchaus sinnvoll, einen kleinen Betrag in einen Short-ETF zu investieren. Infrage kommen beispielsweise ein von ComStage aufgelegter Short-ETF (WKN: ETF004) auf den DAX und ein Short-ETF (WKN: DBX1AC) auf den S&P 500 aus dem Hause db x-trackers. Diese beiden Finanzprodukte bilden die inverse Entwicklung des zugrunde liegenden Kursbarometers auf täglicher Basis ab. Der Short-ETF auf den S&P 500 steigt also um 1,5 Prozent, wenn der US-Leitindex an einem Tag um 1,5 Prozent fällt. Wichtig: Beide Short-ETFs eignen sich nur als gering gewichtete Depotbeimischung für einen Zeitraum von wenigen Wochen.

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.