Chemie-ETF: Anleger sollten die Chancen nutzen

Rauer Wind schlägt den Chemie-Unternehmen in Europa nicht mehr so stark entgegen. Der Industriezweig wittert Morgenluft. Wir stellen einen Chemie-ETF vor.

Nach dem enttäuschenden vergangenen Jahr soll es wieder aufwärtsgehen. Die deutsche Chemieindustrie ist guter Dinge. So erwartet der Verband der Chemischen Industrie (VCI) für den drittgrößten Industriezweig hierzulande in diesem Jahr ein Wachstum von 1,5 Prozent. Im Dezember prognostizierte der Verband noch ein Zuwachs von lediglich 1,0 Prozent. Zuversicht geben die zu erwartenden Preiserhöhungen.

 

Im laufenden Jahr dürften sich Chemikalien um ein Prozent verteuern und damit doppelt so stark wie bisher erwartet. Grund ist der höhere Ölpreis. Insgesamt dürfte sich das Auslandsgeschäft etwas positiver entwickeln als die Verkäufe im Inland, so der VCI.

Chemie: Branche spürt Aufwind

Trotz aktueller politischen Unwägbarkeiten sieht sich die gesamte europäische Chemiebranche im Aufwind. Das Wirtschaftswachstum zieht an, was zyklischen Werten besonders zugute kommt. Anleger sollten die Chancen europäischer Titel nicht aus den Augen verlieren, rät der Fondsanbieter Columbia Threadneedle. So dürfte sich die konjunkturelle Erholung fortsetzen, wovon besonders die Industrie- und Chemiebranche profitiere, sagt Fondsmanager Philip Dicken. Beruhigend seien zudem die attraktiven Bewertungen europäischer Titel im Vergleich zu ihren US-Pendants. Auch die Unternehmen schauen zuversichtlicher in die Zukunft. Beispiel der belgische Chemiekonzern Solvay. Nach einer längeren Durststrecke soll es nun wieder bergauf gehen. Solvay kommt im Geschäftsjahr 2016 dank einer Schlankheitskur auf eine Rekordmarge von 21 Prozent. Für dieses Jahr erwartet die Brüsseler-Konzernführung weitere Steigerungen bei Umsatz und Gewinn. Entsprechend positiv reagierte der Markt: Die Aktie hat binnen Jahresfrist um mehr als ein Drittel zugelegt.

Übernahmefantasien sorgen für Bewegung

Immer wieder sorgen auch spektakuläre Übernahmeversuche für Bewegung in der Branche. Angesichts voller Kassen und dem Wunsch vieler Unternehmenslenker, neue Produkte und Know-How einzukaufen, dürften Fusionsvorhaben weiterhin für Übernahmefantasien in der Branche sorgen. Für Anleger könnte es sich also lohnen, auf europäische Chemie-Werte zu setzen. So bietet der LYXOR STOXX EUROPE 600 CHEMICALS UCITS ETF (WKN: LYX0AY) einen breit gestreuten Zugang in die Aktien von europäischen Chemieunternehmen an. Der Index bildet die Unternehmen des europäischen Chemie-Sektors aus dem sektorübergreifenden STOXX® Europe 600 Index ab. Deutsche Titel sind überdurchschnittlich stark vertreten. Die Aktien von BASF (21,3 Prozent) und Bayer (16,2 Prozent) belegen die am höchsten gewichteten Positionen. Im laufenden Jahre erwirtschaftete der Index eine Rendite von 4,08 Prozent. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,30 Prozent.

Lyxor STOXX Europe 600 Chemicals UCITS ETF

WKN: LYX0AY ISIN: FR0010345470
Kurs

99,73 €

Kosten (TER) 0,30 %
Fondsvolumen 13,38 Mio. €
Indexabbildung synthetisch
1 Monat +0,62 %
Lfd. Jahr -6,01 %
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Maximilian Stratz studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth. Seit 2016 ist Maximilian Stratz im Redaktionsteam des EXtra-Magazins beschäftigt.