Der Handelsstreit zwischen den USA und China verunsichert die Börsen. Chinesische Unternehmen dürften aber mit einem blauen Auge davonkommen.
Der Handelsstreit zwischen den USA und China verunsichert die Börsen. Chinesische Unternehmen dürften aber mit einem blauen Auge davonkommen.

Neben den USA wird China zum wichtigsten Akteur im Handelsstreit. Während US-Präsident Trump immer neue Maßnahmen ergreift, kontert China regelmäßig. Nach Ansicht der Fondsgesellschaft Fidelity sorgen die Strafzölle seitens der USA jedoch kaum für langsameres Wachstum Chinas. „Präsident Trumps jüngste Runde protektionistischer Maßnahmen zielt auf chinesische Importe in Höhe von 200 Milliarden US-Dollar mit einer Steuer von zehn Prozent ab. Damit eskaliert der Handelskrieg weiter. Die tatsächlichen Auswirkungen auf die Volkswirtschaften sind jedoch geringer als es die Stimmung am Aktienmarkt vermuten lässt. Es gibt zwei unterschiedliche Auswirkungen der jüngsten Zölle auf China: die Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Auswirkungen auf die Aktienmärkte. Diese sind nicht unbedingt gleich“, so George Efstathopoulos, Multi-Asset-Fondsmanager bei Fidelity International. Der Fondsmanager verweist darauf, dass sein Haus damit rechnet, dass die bisherigen Maßnahmen der USA das chinesische Wirtschaftswachstum um 20 Basispunkte bremsen könnten.

Chinas Unternehmen von USA weitgehend unabhängig

Auch für den Aktienmarkt gibt Efstathopoulos Entwarnung: „Auf dem Aktienmarkt belasten die Zölle durchaus die Stimmung. Doch die tatsächlichen Auswirkungen auf die Fundamentaldaten der Unternehmen sind nicht hoch. Die Unternehmen, die im MSCI China Index gelistet sind, erzielen weniger als fünf Prozent ihrer Umsätze in den USA“, so der Anlageexperte. Investoren, die an einen gütigen Ausgang des Handelsstreits glauben oder von der Stärke Chinas überzeugt sind, können über ein Investment in Aktien des Riesen-Reichs nachdenken.

Dieser ETF könnte nach dem Absturz interessant sein

Der Xtrackers MSCI China UCITS ETF (WKN: DBX0G2) bündelt 447 sogenannte B-Aktien, die in Shanghai oder in Shenzhen gehandelt werden können und berücksichtigt, wie für Indizes von MSCI üblich, auch Dividenden. Im aktuellen Jahr büßte er ETF 1,5 Prozent ein. Allein während der vergangenen vier Wochen stürzte der Index regelrecht ab. Wer langfristig von China überzeugt ist, kann die derzeitige Situation als Chance begreifen. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,65 Prozent.

Xtrackers MSCI China UCITS ETF

WKN: DBX0G2 ISIN: LU0514695690
Kurs

15,55 €

Kosten (TER) 0,65 %
Fondsvolumen 633,43 Mio. €
Indexabbildung physisch
1 Monat -8,56 %
Lfd. Jahr -0,98 %
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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.