China macht Hoffnung
Von einem Handelskrieg zwischen China und den USA ist keine Spur. Auch sonst sieht es positiv aus. Ein ETF profitiert.

Die chinesische Wirtschaft befindet sich wieder deutlicher auf dem Wachstumspfad. Nachdem vor allem im vergangenen Jahr die Sorge vor einer Abschwächung der chinesischen Wirtschaftsleistung  groß war, macht sich am Markt inzwischen Entspannung breit. Einerseits fallen Chinas Konjunkturdaten wieder besser aus und andererseits haben Gespräche zwischen den USA und China die Sorge vor einem Handelskrieg zerstreut. Bereits vor einigen Monaten hatten sich beide Seiten angenähert und den Marktzugang in verschiedenen Bereichen ermöglich, so importiert China künftig wieder Rindfleisch aus den USA und gewährt US-Zahlungsdienstleistern leichteren Zugang zum Markt. Im Gegenzug kann China leichter Flüssigerdgas importieren und gekochtes Huhn in die USA liefern.

Kooperation statt Konfrontation

„Diese Hinweise auf Kooperation statt Konfrontation dürften Anleger ermutigen und dazu beitragen, die grenzüberschreitenden Direkt- und Portfolioinvestitionen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt anzuregen. Allerdings ist es schwierig, aus den Erklärungen zu dem Gipfel klare Gewinner oder Verlierer auszumachen. Präsident Trump schien gar das von Präsident Xi verfolgte Projekt „One Belt, One Road“, das in der Regel als Gefahr für die strategischen Interessen der USA angesehen wird, zu unterstützen: Er entsandte eine Delegation zu einem wichtigen Gipfeltreffen zu dem Projekt am 13. Mai in Peking“, fasst Soo Nam NG, Head of Asien Equities bei Columbia Threadneedle die aktuelle Entwicklung zwischen beiden Volkswirtschaften zusammen.

ETFs sind eine Alternative

Hinzu komme, dass es trotz einiger Bedenken hinsichtlich der Corporate Governance und der Transparenz bei chinesischen Unternehmen einen positiven Ausblick für chinesische Unternehmen gäbe: „Der Markt erwartet zwar über die nächsten drei Jahre nach Konsensschätzungen ein Wachstum des Gewinns je Aktie von rund 12 bis 13 % pro Jahr, doch der MSCI China notiert für 2017 immer noch bei einem KGV von 13,5, das 2019 auf 10,5 sinkt (Quelle: Bloomberg, 29. Juni 2017). Durch diese Bewertung bleibt der derzeitigen Rally viel Spielraum, um aufgrund von Wachstum und potenziellen Neubewertungen weiter anzuziehen“, erklärt Soo Nam NG. Obwohl der Anlageprofi als Vertreter aktiver Strategien ein Verfechter des Stockpickings ist, können taktisch motivierte Investoren den chinesischen Markt doch auch mittels ETFs effektiv abdecken. Der db x-trackers – MSCI China In. UCITS ETF (WKN: DBX0G2) bündelt die größten und liquidesten Unternehmen Chinas und erzielte im laufenden Jahr bereits eine Rendite von 19,8 Prozent. Aktuell sind 160 Millionen Euro im ETF investiert. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,65 Prozent.

Xtrackers MSCI China UCITS ETF

WKN: DBX0G2 ISIN: LU0514695690
Kurs

15,64 €

Kosten (TER) 0,65 %
Fondsvolumen 633,43 Mio. €
Indexabbildung physisch
1 Monat -8,56 %
Lfd. Jahr -0,98 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

Weitere Informationen zum Thema finden Sie im Artikel China öffnet sich – dieser ETF profitiert und im Kommentar von Danny Dolan, Geschäftsführer von China Post Global, zur Aufnahme chinesischer A-Aktien zum MSCI EM Index.

Weitere interessante Investmentmöglichkeiten finden Sie in unserem ETF-AnlageleitfadenDieser erleichtert Ihnen den Einstieg in die Welt der Exchange Traded Funds (ETFs). Wir stellen Ihnen darin die Anlegemöglichkeiten einzelner Länder, Regionen, Sektoren oder Investmentthemen vor.

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