China macht Schwellenländer attraktiv
China hat seine Hausaufgaben gemacht. Schwellenländer-Aktien sind daher wieder eine Alternative.

Investoren suchen sich seit Jahren Nischen. Inzwischen geht die Suche nach alternativen Anlageformen sogar so weit, dass Kryptowährungen für viele Anleger eine ernsthafte Alternative darstellen. Doch während sich tausende Investoren auf neue Hypes stürzen, kann es sich lohnen, etablierte Märkte noch einmal unter die Lupe zu nehmen. Aktien aus Schwellenländern haben zuletzt wieder an Attraktivität gewonnen. Investment-Profis wie Maarten-Jan Bakkum, Senior Strategist Emerging Markets bei der Fondsgesellschaft NN Investment Partners, sieht vor allem in China eine gute Entwicklung: „In vergangenen Jahren stellte China die größte Herausforderung für die Schwellenländer dar: ein sich beschleunigender Wachstumsrückgang in Kombination mit Kapitalflucht und einer schnell steigenden Schuldenquote. 2015 und Anfang 2016 wurden weltweit Finanzmärkte von der Angst vor einer möglichen systemischen Krise in China beeinträchtigt. Insbesondere die Schwellenländer litten stark unter Kapitalabflüssen und heftigen Währungsabwertungen. Seither hat es die Regierung in Peking geschafft, die größten Sorgen zu entschärfen“, betont Bakkum und verweist auf Maßnahmen der Zentralregierung in Peking.

Beruhigung in China macht Schwellenländer interessant

Diese hätten dazu geführt, dass Anleger die systemischen Risiken Chinas inzwischen deutlich geringer einschätzten. „China führte umfangreiche Kapitalkontrollen ein, um die Kapitalabflüsse zu begrenzen, und nahm mit gezielten Stimulusmaßnahmen die Abkühlung seines Wirtschaftswachstums in Angriff. Speziell der sich bessernde Immobilienmarkt hat bei der Wiederherstellung des Vertrauens eine wichtige Rolle gespielt. Zudem hat sich seit Ende 2016 die schärfere Regulierung der Schattenbanken, welche für den Großteil des Kreditwachstums der letzten Jahre verantwortlich ist, sicherlich ausgezahlt“, erklärt Bakkum. Im Zuge der Stabilisierung Chinas seien Schwellenländer wieder zunehmend interessant. Als weiteres Argument für die Anlageklasse führt der Anlage-Experte die anhaltend lockere Geldpolitik in Europa und den USA an.

ETF als beste Option für taktische Investoren

Obwohl viele Vertreter von Fondsgesellschaften aktive Ansätze favorisieren, können Anleger Märkte wie Aktien aus Schwellenländern effektiv mittels ETFs abdecken. Insbesondere Anleger, die kurzfristig investieren wollen, sollten auf die kostengünstigen Instrumente setzen. Der Amundi ETF MSCI Emerging Markets UCITS ETF (WKN: A1C9B1) bildet die Kursentwicklung von 836 großen und mittleren Unternehmen aus 23 Schwellenländern ab. Im ETF von Amundi sind aktuell 2,35 Milliarden Euro investiert. 2017 legte der ETF bereits um 13,71 Prozent zu. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,2 Prozent.

AMUNDI ETF MSCI EMERGING MARKETS UCITS ETF

Kurs

4,11 €

Kosten (TER)0,20 %
Fondsvolumen3.626,70 Mio. €
Indexabbildungsynthetisch
1 Monat-4,64 %
Lfd. Jahr-2,22 %
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