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China handelt häufig nach einem großen Plan. Das lässt das Land einerseits zielstrebig erscheinen, macht es aber auch berechenbar. Ein langfristiges Ziel ist es, den Binnenkonsum Chinas zu stärken. Wir zeigen Ihnen, wie Sie profitieren.

Die Industrie schwächelt weltweit. Erst kürzlich musste Autobauer Daimler seine Gewinnprognose kürzen. Die Nachfrage nach neuen Autos sei einfach nicht so groß, wie noch vor einiger Zeit erwartet, heißt es aus dem Schwabenland. Auch die Befragung der deutschen Einkaufsmanager ist im April schwach ausgefallen. Mit 48,8 Punkten zeigt der Indikator gar eine sinkende Geschäftstätigkeit an.

Peking fördert Konsum der Mittelschicht und damit chinesische Unternehmen

Diese Zahlen kommen am Markt offenbar so schlecht an, dass immer mehr Marktteilnehmer eine Senkung der Zinsen in der Eurozone für möglich halten. Die Schwäche der europäischen Industrie und allen voran auch die der Autowerte hängt eng mit China zusammen. Auf China hatten viele deutsche Luxus-Unternehmen starke Hoffnungen gesetzt. China bemüht sich seit Jahren den eigenen Binnenkonsum anzuschieben. In vielerlei Hinsicht klappt das auch – nur der Markt für Luxuskarossen scheint zunehmend gesättigt zu sein.

Das heißt aber noch lange nicht, dass Chinesen kaum konsumieren. Erst kürzlich hat Peking angekündigt, Empfänger unterer und mittlerer Einkommen fördern zu wollen. Vor allem der Konsum dieser Schichten liegt Peking am Herzen. Diese Strategie liegt schon deshalb nahe, weil der Konsum der unteren Einkommensschichten in erster Linie chinesischen Unternehmen zugute kommt. Hersteller deutscher Luxuskarossen werden hiervon kaum profitieren.

Viele chinesische Konsumwerte in einem Korb

Ein ETF, der von wachsenden Konsumraten in China profitieren dürfte, ist der db x-trackers CSI300 Consumer Discretionary UCITS ETF LU (WKN: DBX0M7). Bereits in der vergangenen Woche legte der Index um mehr als 5 Prozent zu. Der ETF setzt auf die Wertentwicklung des CSI300 Consumer Discretionary Index, der in Renminbi notiert. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,3 Prozent.

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