Krisen hin oder her! Doch der deutsche Aktienmarkt sollte wieder in ruhigeres Fahrwasser gleiten.
Krisen hin oder her! Doch der deutsche Aktienmarkt sollte wieder in ruhigeres Fahrwasser gleiten.

Während Wirtschaft und Aktienmärkte in den USA gedeihen, trübt sich die Stimmung in Europa ein. Regelmäßig eintretende Krisenherde, wie aktuell in der Türkei, gesellen sich zu den bestehenden politischen und wirtschaftlichen Probleme innerhalb der EU-Länder. Man denke nur an die Friktionen des EU-Austritts Großbritanniens oder die schwelende Schuldenmisere in einigen Mitgliedsstaaten. „Bisher haben sich die Krisen bei den Dax-Unternehmen noch nicht in schwächeren Unternehmensergebnissen niedergeschlagen“, schreibt DZ Bank-Chefvolkswirt Stefan Bielmeier in einem Marktkommentar. Die Erwartungen für das Gewinnwachstum 2018 seien zwar um einige Prozentpunkte gekürzt worden, „drei bis fünf Prozent Zuwachs scheinen aber unverändert möglich“.

Rezession ante portas?

Für die Aktienmärkte wird die Krisenanfälligkeit zunehmend zu einer Belastung. Aus Sicht von Bielmeier ist es auch unwahrscheinlich, dass sich ein baldiger Stimmungsumschwung ergeben wird. Er gehe mittlerweile davon aus, dass die Stimmung an den Märkten bis zum Jahresende gedrückt bleibt, so der Ökonom. Entscheidend sei letztlich, „ob und wie stark die realwirtschaftlichen Konsequenzen für die Unternehmen ausfallen werden“, so Bielmeier. „Mögen die aus den jeweiligen Krisen resultierenden Belastungen isoliert betrachtet wenig gefährlich sein, so könnte in naher Zukunft der Punkt erreicht werden, an dem die Summe der Belastungen zu stagnierenden oder gar fallenden Unternehmensgewinnen führt. Dann wäre die Rezession keine Fiktion mehr, sondern Realität!

Unverändert positive Einstellung zu Aktien

Gleichwohl schätzt es der DZ Bank-Chefvolkswirt als wahrscheinlicher ein, dass die politischen Konflikte nicht noch stärker eskalieren und sich das Wirtschaftswachstum wieder stabilisiert. „Die Aktienmärkte wären dann wieder von einem Umfeld wachsender Unternehmensgewinne und niedriger Kapitalmarkzinsen geprägt und könnten Kursgewinne verbuchen“. Aus diesem Grund ist Wirtschaftsexperte Bielmeier unverändert positiv für die Aktienmärkte, wenngleich auf niedrigerem Niveau als bisher. Die DZ Bank erwartet nun bis Mitte kommenden Jahres einen Dax-Stand von rund 13.300 Punkten. Das wäre knapp 1.000 Zähler höher als zurzeit. Anleger, die sich dieser Einschätzung anschließen und gleichzeitig über einen langen Atem verfügen, können sich beispielsweise mit dem Deka DAX UCITS ETF (WKN: ETFL01) am deutschen Aktienmarkt engagieren. Der ETF rentierte in diesem Jahr mit gut vier Prozent negativ. Die Kostenquote beträgt 0,15 Prozent.

Deka DAX® UCITS ETF

WKN: ETFL01 ISIN: DE000ETFL011
Kurs

104,04 €

Kosten (TER) 0,15 %
Fondsvolumen 1.803,40 Mio. €
Indexabbildung physisch
1 Monat -1,73 %
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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.