Defensive Anlagen schlagen den Markt
Laut Experten ist eine Anlage in Titel aus defensiven Branchen überaus attraktiv. Diese gelten zwar gemeinhin als wenig originell, liefern aber stabile Renditen.

Industrie 4.0, digitale Transformation oder Fintechs – geschenkt! Diese Trends sind zwar in aller Munde und nehmen entsprechend viel Raum in der öffentlichen Diskussion ein, doch es bleibt eine gewisse Unsicherheit über die Technisierung der Zukunft. Werden sich die genannten Trends durchsetzen oder in ihren Kinderschuhen stecken bleiben? Defensive Anlagen sind hier klar im Vorteil. Die Nachfrage nach grundlegenden Produkten, wie etwa nach Nahrungs– oder Gesundheitsmittel wird niemals abebben. Im Gegenteil: Die Weltbevölkerung wächst, die Menschen werden älter – ein höherer Bedarf ist die logische Folge. „Es gibt Grundbedürfnisse des Menschen, die immer da sind, gleichgültig, wie die Notenbanken agieren, wie sich die Rohstoffmärkte entwickeln, oder welche überraschenden Entscheidungen gerade im Weißen Haus getroffen wurden“, sagt Edgar Göcke, Fondsmanager bei der Monega KAG. Die Menschen müssten regelmäßig essen und trinken, sie müssen ihren Haushalt führen, und sie brauchen Pflege und Hygiene.

Defensive Anlagen schlagen den Markt

Für Anleger haben defensive Anlagen laut dem Fondsexperten einen entscheidenden Vorteil: Sie gelten zwar als langweilig, entwickeln sich mittel- und langfristig aber oft besser als der Markt. „Defensive Anlagen zeichnen sich durch vergleichsweise geringe Kurschwankungen aus, was mittel- und langfristig zu Outperformance führen kann“, sagt Göcke. In guten Börsenphasen profitierten auch defensive Investments vom allgemeinen Aufwärtstrend an den Aktienmärkten. Da sie zuvor in schlechten Börsenphasen aber weniger verloren haben, starten sie mit einem Vorsprung in den folgenden Kursaufschwung. „Sie erreichen schneller neue Höchststände und können auf diese Weise andere Aktienanlagen schlagen“, weiß Göcke.

Defensiver ETF auf die Nahrungsmittelindustrie

Anleger, die mit defensiven Aktienanlagen stabile Renditen erzielen wollen, können in einen breit gestreut anlegenden ETF auf die europäische Nahrungs- und Getränkebranche investieren. Hier bietet sich der LYXOR STOXX EUROPE 600 FOOD & BEVERAGE UCITS ETF (WKN: LYX0AR) an. Der zugrunde liegende Index bildet die Unternehmen des europäischen Nahrungsmittel-Sektors aus dem STOXX Europe 600 Index ab. Derzeit sind 103 Mio. Euro in den Fonds investiert. Der ETF rentierte in diesem Jahr bereits mit 11,19 Prozent. Während der vergangenen drei Jahre ging es um 34,38 Prozent nach oben. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,30 Prozent.

Lyxor STOXX Europe 600 FOOD & BEVERAGE UCITS ETF

WKN: LYX0AR ISIN: FR0010344861
Kurs

74,32 €

Kosten (TER) 0,30 %
Fondsvolumen 106,17 Mio. €
Indexabbildung synthetisch
1 Monat +2,25 %
Lfd. Jahr -2,28 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

Interessieren könnte Sie auch unser Beitrag SPDR Marktüberblick: Defensivere Sektoren mit Outperformance. In der ETF-Suche finden Sie zudem eine Liste mit weiteren ETFs auf den Stoxx Europe 600 Food & Beverage Index.

Weitere interessante Investment Möglichkeiten finden Sie in unserem ETF-Anlageleitfaden. Dieser erleichtert Ihnen den Einstieg in die Welt der Exchange Traded Funds (ETFs). Wir stellen Ihnen darin die Anlegemöglichkeiten einzelner Länder, Regionen, Sektoren oder Investmentthemen vor.

Verpassen Sie keine Nachrichten zum Thema ETFs mehr! Mit dem kostenfreien EXtra-Magazin ETF-Newsletter bleiben Sie stets optimal über die Entwicklungen im ETF-Markt informiert. »Jetzt anmelden«

Interesse an News zu ETFs und Geldanlage?

Unser kostenloser Newsletter hält Sie auf dem Laufenden.

Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann studierte Franz Rieber Informationsorientierte Betriebswirtschaftslehre und hat einen Master-Abschluss in Finance & Banking. Seit 2016 ist Franz Rieber für die Isarvest GmbH tätig und für das Projektmanagement und die Kundenbetreuung verantwortlich.