Start ETFs im Fokus Der Drive ist noch nicht raus

Der Drive ist noch nicht raus

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Die deutschen Automobilhersteller glänzen mit guten Wachstumsperspektiven, weswegen sich deren Aktien weiter verteuern dürften. Mit einem ETF aus dem Hause Lyxor sind Anleger bei diesem Trend dabei. Chinas Automarkt wächst rasant.

Europa steckt in der Rezession – daher ist es keine Überraschung, dass der europäische Automarkt in diesem Jahr schrumpfen wird – und zwar voraussichtlich um zwei Prozent. Dies ist allerdings nicht tragisch für die deutschen Premiumhersteller Daimler, BMW und Volkswagen. Denn ebensolche profitieren vor allem enorm von der zunehmenden Zahl reicher Asiaten, die sich ein tolles Auto leisten können. Gut ins Bild passt dazu die Prognose von BMW-Chef Norbert Reithofer: Er erwartet ein Wachstum des chinesischen Automarktes von 8,5 Prozent im laufenden Jahr. Der US-Markt wird laut Reithofer immerhin um zwei Prozent wachsen.

BMW erwartet Rekordabsatz und der Daimler-Chef tritt auf die Kostenbremse

Das Geschäftsjahr 2013 will BMW mit einem Rekordabsatz abschließen. Und diese Perspektiven sorgen bei der Aktie des Münchener Konzerns für Kursfantasie. Auch die Bewertung des DAX-Titels kann sich sehen lassen – das 2013er-KGV beträgt 13. Mit einem 2013er-KGV von 10 ist die Daimler-Aktie einen Tick günstiger bewertet. Allerdings entwickelte sie sich in den vergangenen Jahren deutlich schlechter als die Papiere der Rivalen BMW und Volkswagen. Das könnte sich künftig ändern, da im vierten Quartal 2012 die Vertriebsstruktur von Daimler in China optimiert wurde. Zudem will Daimler-Boss Dieter Zetsche in Deutschland die Effizienz in der Fertigung verbessern. Sein Ziel ist es, die Montagezeit pro Auto bis 2015 von 40 auf 30 Stunden zu verringern. Zudem tritt Zetsche auf die Kostenbremse, indem er in der Nutzfahrzeug-Sparte 2.100 Jobs abbaut. Aus Anlegersicht interessant sind auch die Pläne von Volkswagen: Der Konzern möchte seine jährliche Produktionskapazität im Reich der Mitte von aktuell 2,3 Millionen Fahrzeugen bis 2018 auf vier Millionen Autos steigern. Deshalb will Volkswagen in China sieben Werke bauen.

Deutsche Schwergewichte im Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts

Angesichts der überzeugenden Perspektiven der deutschen Autoproduzenten ist ein von Lyxor aufgelegter ETF (WKN: LYX0AN) auf den Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts ein chancenreiches Investment. In dem diesem ETF zugrunde liegenden Index sind die Aktien von Daimler (28,6 Prozent), BMW (15,1 Prozent) und Volkswagen (14,8 Prozent) die drei am höchsten gewichteten Titel. Die Porsche-Aktie belegt mit einem Index-Anteil von 6,6 Prozent den fünften Rang in dem Kursbarometer, das in den zurückliegenden sechs Monaten um 19,3 Prozent gestiegen ist. Die Gesamtkostenquote dieses synthetisch replizierenden ETFs beträgt lediglich 0,30 Prozent.

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