Devisen ETF: Auf den Schweizer Franken ist Verlass

Der Schweizer Franken steht bei Investoren hoch im Kurs. Dagegen scheint kein Kraut gewachsen. ETF-Anleger können von der CHF-Stärke mit einem Devisen ETF profitieren.

Im Schatten der großen Notenbanken EZB und Federal Reserve hat auch die Schweizer Nationalbank (SNB) jüngst ihre Dezember-Zinssitzung abgehalten und ähnlich der großen geldpolitischen Instanz in Frankfurt keine Abkehr ihres geldpolitischen Kurses vorgenommen. Die Leitzinsen bleiben unverändert im negativen Bereich. Banken, die Geld auf einem Girokonto der SNB parken, müssen auf einen Teil der Einlagen weiterhin einen Strafzins von 0,75 Prozent bezahlen.

Das Zielband für den Referenzzins Drei-Monats-Libor bleibt zwischen -1,25 und -0,25 Prozent. Von der Fed, die die Zinsstraffung in den USA fortführt, haben sich die Schweizer nicht beeinflussen lassen. Der SNB ist die Zinsentwicklung in Europa wichtiger. Nach Einschätzung von Analysten wird die SNB erst dann Spielraum für Zinserhöhungen bekommen, wenn die EZB ihre Leitzinsen erhöht.

SNB will wachsam bleiben

Doch davon dürfte die SNB ebenso wie die große Schwester EZB noch lange entfernt sein. Zumal die Schweizer ein weiteres Problem haben. Der SNB liegt der schwache Euro schwer im Magen. Nachdem die SNB im Januar 2015 den Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro aufgegeben hatte, war die Schweizer Währung schlagartig auf Parität zum Euro gestiegen. Aktuell kostet ein Euro rund 1,07 Franken. Mit den Negativzinsen versucht die SNB, Anlagen in Schweizer Franken weniger attraktiv zu machen und so den Druck auf den Franken zu verringern. Zudem bekräftigten die Währungshüter erneut, dass sie bei Bedarf auch zu weiteren Interventionen am Devisenmarkt bereitstünden. Der starke Franken erschwert der Schweizer Wirtschaft die Geschäfte, da dadurch deren Produkte im Ausland künstlich verteuert werden. Auch wenn die nach dem „Frankenschock“ Anfang 2015 befürchtete Rezession ausblieb, tun sich einige Branchen der Exportwirtschaft noch immer recht schwer.

Devisen ETF: Experten sehen den Franken weiter im Aufwind

Der Franken genießt bei internationalen Anlegern den Ruf als sichere Anlage, besonders in Krisenzeiten. Dass er sich auch jetzt, wo es an den Märkten wie frisch geölt läuft und die SNB fleißig Fremd-Devisen einkauft, dennoch stark präsentiert, spricht Bände. Zumal die noch länger sehr expansive Geldpolitik der EZB den Euro schwächt, erwarten Experten auf Sicht der kommenden Monate kein Einknicken der Schweizer Währung. Eher im Gegenteil. ETF-Anleger können von der Franken-Stärke profitieren. Der ETFS Long CHF Short EUR (WKN: A1DFSA) ermöglicht Investoren ein Long-Exposure gegenüber den direkten Wechselkursbewegungen zwischen Schweizer Franken und Euro. In vergangenen drei Monaten bescherte der Fonds seinen Anteilseignern ein Plus von immerhin 1,35 Prozent. Risikoaffine ETF-Anleger, die mit einem kurzen Zeithorizont arbeiten, können einen Hebel integrieren. Der ETFS 5x Long CHF Short EUR (WKN: A12Z3X) bildet ein fünffach gehebeltes Long-Exposure durch täglich gerollte Terminkontrakte ab. Damit war im gleichen Zeitraum ein Gewinn von 7,40 Prozent möglich. Die Kosten für die beiden ETFs liegen bei jährlich 0,39 bzw. 0,98 Prozent.

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ETFS Long CHF Short EUR

WKN: A1DFSA ISIN: DE000A1DFSA1
Kurs

56,28 €

Kosten (TER) 0,39 %
Fondsvolumen 5,79 Mio. €
Indexabbildung synthetisch
1 Monat 0,00 %
Lfd. Jahr 0,00 %
Mehr Infos zum: ETFS Long CHF Short EUR
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ETFS 5x Long CHF Short EUR

WKN: A12Z3X ISIN: DE000A12Z3X2
Kurs

41,78 €

Kosten (TER) 0,98 %
Fondsvolumen 0,33 Mio. €
Indexabbildung synthetisch
1 Monat 0,00 %
Lfd. Jahr 0,00 %
Mehr Infos zum: ETFS 5x Long CHF Short EUR
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

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Maximilian Stratz studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth. Seit 2016 ist Maximilian Stratz im Redaktionsteam des EXtra-Magazins beschäftigt.