In Australien dürften die Zinsen perspektivisch steigen. Der guten Konjunktur und stabilen Preisen sei Dank. Ein Profiteur dürfte der Aussie sein. Die Schwächephase scheint vorbei zu sein.
In Australien dürften die Zinsen perspektivisch steigen. Der guten Konjunktur und stabilen Preisen sei Dank. Ein Profiteur dürfte der Aussie sein. Die Schwächephase scheint vorbei zu sein.

Die Entwicklung an den Aktienmärkten verläuft weiterhin sehr unruhig. In diesen eher ungemütlichen Zeiten lohnt sich unter Umständen ein Blick über den Tellerrand in Richtung Devisenmarkt. Vordergründig steht hier die Wechselkursentwicklung zwischen Euro und US-Dollar im Blick. Doch auch der Australische Dollar (Aussie) macht von sich reden. Zunächst allerdings in negativer Hinsicht: Denn der Aussie kam seit dem Vorjahr zum Euro lange Zeit kaum auf die Beine. Tiefpunkt war Ende März, als der Dollar ein knappes Zweijahres-Tief verzeichnete. Doch seither geht es von kleineren Rückschlägen abgesehen wieder aufwärts. Unterstützung kam vom starken konjunkturellen Background sowie den ersten vorsichtigen Signalen der Notenbank RBA, die Leitzinsen mittelfristig wieder anzuheben.

Weltrekord beim Wirtschaftswachstum

In Sachen Wirtschaftswachstum macht Australien niemand etwas vor. Seit 26 Jahren bzw. 106 Quartalen ist Down Under im Aufschwung: Die Wirtschaftsleistung legte in dieser Zeitspanne im Vorjahresvergleich ununterbrochen und stetig zu. Und nach dem sehr robusten Jahresauftakt 2018 dürfte die diesjährige Wachstumsrate ebenfalls hoch ausfallen. Die Reserve Bank of Australia rechnet mit einem BIP-Plus von über drei Prozent. Wachstumstreiber sind vor allem der Export von Rohstoffen, aber auch der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen. Die RBA senkte den Leitzins im August 2016 auf das Rekordtief von 1,50 Prozent und hält ihn seither auf diesem Niveau. In der Notenbanksitzung im Juli betonten die Währungshüter, dass der nächste Zinsschritt eher nach oben als nach unten gehen dürfte. Einen Grund zur Eile gibt es angesichts starker Konjunktur und beständiger Preise aber nicht.

Australien-Talfahrt sollte beendet sein

Der Aussie aber könnte von den langsam zunehmenden Leitzinsspekulationen dennoch Auftrieb erhalten. Anleger, die auf eine Aufwertung der australischen Währung zum Euro setzen, könnten mit dem ETFS Long AUD Short EUR (WKN: A1EK0P) arbeiten. Die Wertentwicklung des Fonds orientiert sich an der auKursentwicklung des Basiswertes. Zur Absicherung hinterlegt der Emittent entsprechende Finanzmarktkontrakte. Das Produkt eignet sich besonders für Trader, die sich täglich mit ihrem Depot auseinandersetzen und schnell agieren können. Die Kostenquote für den ETC liegt bei 0,39 Prozent. Investieren in australische Werte jenseits des Devisenmarkts ist beispielsweise mit dem iShares MSCI Australia UCITS ETF (WKN: A0YJ80) möglich. Der Fonds reflektiert die Performance von 67 Titeln, in der Hauptsache aus dem Finanz- und Materialsektor. Im laufenden Jahr erzielte der iShares-ETF bereits eine Rendite von annähernd zehn Prozent.

iShares MSCI Australia UCITS ETF

WKN: A0YJ80 ISIN: IE00B5377D42
Kurs

28,32 €

Kosten (TER) 0,50 %
Fondsvolumen 289,59 Mio. €
Indexabbildung physisch
1 Monat +1,35 %
Lfd. Jahr -2,99 %

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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.