Start ETFs im Fokus Die Chinesen kommen – Anleger profitieren

Die Chinesen kommen – Anleger profitieren

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China geht auf Einkaufstour. Wieso zwei deutsche Indizes besonders interessant sind.

Angesichts der enormen Devisenreserven Chinas und der anhaltenden geldpolitischen Maßnahmen der wichtigsten Notenbanken liegt es eigentlich auf der Hand: Das Reich der Mitte will verstärkt in europäische Unternehmen investieren. Das berichtet die britische Tageszeitung „Daily Mail“. Vor allem Unternehmen aus dem Energiesektor suchen demnach Zukäufe. Aber auch Investment-Gesellschaften aus China haben ihre Fühler nach Europa ausgestreckt.

Deutsche Unternehmen arbeiten bereits gut mit China zusammen

Bereits zu Krisenzeiten wurde deutlich, dass China statt auf unsichere Staatsanleihen verstärkt auf Beteiligungen setzt. Der Hafen von Piräus ist bereits in chinesischer Hand und gilt in Griechenland als Vorzeigeobjekt. Jetzt sollen weitere Investments in Griechenland folgen. Während es bei Unternehmen aus Griechenland in der Regel um Staatsbetriebe geht, die privatisiert werden sollen, könnten chinesische Investoren auf der Suche nach werthaltigen Unternehmen auch auf deutsche Konzerne mittlerer Größe setzen.

Vor allem MDax-Unternehmen gelten als technologisch weit entwickelt. Häufig sind sie in ihren Bereichen Marktführer und machen ohnehin schon einen Teil ihres Geschäfts in Wachstumsmärkten. Auch deutsche Technologie-Unternehmen dürften interessant sein. Auch hier ist die Zusammenarbeit der Unternehmen mit Asien bereits sehr intensiv. Und es gibt ebenfalls kleinere Unternehmen, die in ihrem Bereich führend sind.

Mit iShares in MDax oder TecDax investieren

Anleger, die auf deutsche Unternehmen aus der zweiten Reihe setzen wollen und an die Investment-Phantasie rund um China glauben, können den iShares MDax (WKN: 593392) kaufen. Der ETF bildet den deutschen Midcap-Index nahezu eins zu eins ab. Wichtigste Branchen sind Industriegüter und Dienstleistungen (32,5%), Medien (14,14%), Chemie (12,76%) und Immobilien (7,92%). Im laufenden Jahr erreichte der Index eine Performance von 14,7 Prozent. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,51 Prozent.

Ähnlich erfolgreich war 2013 auch der TecDax mit einer Performance von bisher 14 Prozent. Anleger können den Index mit dem iShares TecDAX (WKN: 593397) passiv abbilden. Wichtigste Branchen sind Technologie (30,36%), Gesundheitswesen (27,75%), Industriegüter und Dienstleistungen (21,59%). Die Gesamtkostenquote liegt ebenfalls bei 0,51 Prozent.