Start ETFs im Fokus Die Letzten werden die Ersten sein

Die Letzten werden die Ersten sein

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Gold hat ein rabenschwarzes Jahr hinter sich. Der Preis nähert sich den Produktionskosten – das könnte ein Wendesignal sein. Wir stellen einen ETF und einen ETC vor.

Die Börse ist ein schnelllebiges Geschäft. Was heute Rendite verspricht, kann schon morgen nicht mehr gefragt sein. Grund genug, sich mittels ETFs einfach und unkompliziert Zugang zu ganzen Märkten zu verschaffen. Wenn wir von ganzen Märkten sprechen, dann meinen wir in der Regel eine Branche oder ein Land. Diese Herangehensweise hat im Vergleich zu Einzeltiteln einige Vorteile: Da Anleger diversifiziert investieren, wird das Risiko gestreut. Auch muss man sich weniger Gedanken darüber machen, ein Unternehmen zu analysieren. Man kauft mittels eines ETFs einfach die gesamte Branche oder alle größeren Unternehmen eines Landes – so werden auch negative Ausreißer kaschiert.

Gold fast auf Förderkosten-Niveau

Ein Markt, der geradezu prädestiniert für ein Investment mittels ETFs ist, ist der Markt der Goldproduzenten. Im vergangenen Jahr hat Gold so deutlich verloren, wie seit den 1980er Jahren nicht mehr. Die Stimmung unter Gold-Anlegern ist am Boden. Niemand will in Gold investieren. Für antizyklisch orientierte Anleger könnte dies eine Chance sein. Da Goldproduzenten bereits seit Jahren auf die Kostenbremse treten und der Goldpreis inzwischen auf das Niveau der Förderkosten gefallen ist, könnte der Preisverfall sowohl bei Gold als auch bei Goldproduzenten bald beendet sein.

Gold – sowohl als ETF oder als ETC eine heiße Wette

Da Goldproduzenten mit den derzeitigen Rahmenbedingungen unterschiedlich gut zurecht kommen, bietet es sich an, den gesamten Markt in einem ETF zu kaufen. Der ComStage NYSE Arca Gold BUGS UCITS ETF LU (WKN: ETF091) bildet den wichtigsten Index für Goldproduzenten nahezu eins zu eins ab. Mit im Index vertreten sind Gold-Giganten wie Barrick Gold (14,97%), Goldcorp (14,37%), Newmont Mining (9,46%) und AngloGold Ashanti (4,75%). Im laufenden Jahr verlor der Index mehr als 50 Prozent seines Wertes. Gerade dies könnte aus Sicht von wagemutigen Investoren für eine baldige Erholung sprechen. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,65 Prozent.

Anleger, die lieber direkt in Gold investieren wollen, können dies beispielsweise mit dem Gold Bullion Securities-ETC (WKN: A0LP78) tun. Der ETC orientiert sich am London Gold Fixing. 2013 verlor der ETC 27 Prozent an Wert. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,4 Prozent.

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