Start ETFs im Fokus Dieser Südkorea-ETF macht sich bezahlt

Dieser Südkorea-ETF macht sich bezahlt

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Die Dynamik Asiens mit der Bodenständigkeit einer entwickelten Volkswirtschaft kombinieren? Das geht – mit diesem Südkorea-ETF.

Eine Arbeitslosenquote unter 3 Prozent, Devisenreserven in Höhe von mehr als dreihundert Milliarden Dollar und eine bildungshungrige Gesellschaft, die während der vergangenen Jahrzehnte mit Samsung und Hyundai zwei Weltkonzerne hervor gebracht hat – die Rede ist von Südkorea. Das Land, das noch Mitte des vergangenen Jahrhunderts ein Agrarland war, profitierte von staatlichen Investitionsprogrammen und dem tief im Konfuzianismus verwurzelten Bildungshunger seiner Bevölkerung. Überwog in den 1950er Jahren noch die Berufsgruppe der Bauern, treiben heute Informatiker und Ingenieure den Fortschritt in Südkorea voran. Derzeit wächst die Wirtschaftsleistung des Landes um knapp 3 Prozent jährlich.

Starke Gewichtung von Technologie-Titeln

Von Tigerstaaten erwarten westliche Investoren häufig höhere Wachstumsraten, doch gehört Südkorea inzwischen zu den am weitesten entwickelten Volkswirtschaften der Welt, was Wachstumsraten jenseits der 5-Prozent-Marke erschwert. Dennoch sollten sich gerade Anleger, die zwar einerseits in Asien dabei sein wollen, andererseits riskante Investments aber scheuen, Südkorea näher anschauen.

Südkorea-ETF: Langfristig lohnenswert

Der MSCI Total Return Net Korea Index ist ein um Streubesitz adjustierter marktkapitalisierungsgewichteter Index, der zudem Dividendenzahlungen berücksichtigt. Zu den größten Positionen im Index gehören Samsung (26,58%), Hyundai (5,33%), Posco (3,61%), und Hyundai Mobis (3,1%). Die wichtigste Branche im Index ist die Technologie (37%), gefolgt von zyklischen Konsumgütern (16%) und Finanzdienstleistern (14%).

Lycor bildet den Index mit dem Lyxor UCITS ETF MSCI Korea (FCP) FR (WKN: LYX0A8) nahezu eins zu eins ab. Im laufenden Jahr erreichte der Index zwar lediglich eine Rendite von 1,86 Prozent, überzeugte dafür aber auf der Langstrecke: Während der vergangenen fünf Jahre kletterte der Index um satte 171,65 Prozent. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,65 Prozent.

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