An der Börse gilt es, vorausschauend zu fahren.
An der Börse gilt es, vorausschauend zu fahren.

Zehn Jahre nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers zeigen sich an den Finanzmärkten erste Abnutzungserscheinungen. Die Hausse währte lange, doch die unzähligen Risiken und Gefahren und auch die teils recht hohen Bewertungen lassen weitere ungebremste Kursavancen immer unwahrscheinlicher werden. Einer der Hauptbelastungsfaktoren ist sicher der von den USA initiierte internationale Zoll- und Handelsstreit, doch er ist nicht das einzige Schwergewicht, das den Marktteilnehmern auf den Nägeln brennt. Euro-Krise, Schwellenländer-Turbulenzen, hohe Ölpreise. Experten raten dazu, in diesem Umfeld vorausschauend zu agieren und die Risiken im Blick zu behalten. „Es ist höchste Zeit, sich als Anleger Gedanken zu machen“, sagt Rainer Laborenz, Geschäftsführer der Azemos Vermögensmanagement GmbH.

Risiken lauern überall

Investoren sollten laut dem Experten dabei zwischen ökonomischen und systemischen Risiken unterscheiden, um ihr Portfolio optimal aufzustellen. „Bei Ersteren kann man die Wirkung auf die Wertentwicklung der Vermögensallokation meist gut abschätzen, da die Mechanismen weitgehend bekannt sind. Bei Letzterem sei das kaum möglich. Vermögensprofi Laborenz zählt zu den ökonomischen Risiken steigende Zinsen und die anziehende Inflation. Systemische Gefahren sind für den Experten neben den erwähnten internationalen Handelsstreitigkeiten der nahende EU-Austritt Großbritanniens und die Schuldenproblematik in vielen Schwellenländern oder der Eurozone. Solche Ereignisse hätten Sprengkraft, „auch wenn schwer zu prognostizieren ist, wohin die Splitter fliegen“, sagt Laborenz. Gefährdet sind aus seiner Sicht auch Aktien von Unternehmen, die ihre Bilanzen zu stark mit günstigen Fremdmitteln aufgebläht haben.

Kluge Strategie kann Wunder wirken

Investoren können auf die allgegenwärtigen Risiken mit einer vorausschauenden Depotstrategie reagieren. Ein Baustein ist dabei die Fokussierung auf unterschiedliche Anlageklassen, um das Risiko zu streuen. Neben Fonds, die aktiv von Marktprofis wie etwa der Azemos Vermögensmanagement GmbH verwaltet werden, besteht für Anleger auch die Möglichkeit, mit einem ETF das Depot abzusichern. Einen spannenden Ansatz verfolgt beispielsweise der Ossiam Global Multi-Asset Risk-Control (WKN: A2ANVR). Das Global Multi-Asset Risk-Control Index spiegelt ein Long-Engagement in einer Kombination aus einem ‚Risikoanlagen-Portfolio‘ und einem ‚Barmittel-Portfolio‘ wider. Das Risikoanlagen-Portfolio besteht aus ETFs, die eine Vielzahl von Anlageklassen nachbilden: westliche Aktien, westliche Schatzanweisungen, Schwellenmärkte, Unternehmensanleihen und Rohstoffe. Die Bestandteile des Risikoanlagen-Portfolios in Form zugrundeliegender ETFs werden gemäß einem Verfahren zur Mittelwert-Varianz-Optimierung gewichtet. Der Ossiam-ETF liegt in diesem Jahr leicht zurück, weist aber insgesamt eine geringe Volatilität auf und ist damit als Depotabsicherung grundsätzlich geeignet. Die Kosten der Fondshaltung belaufen sich auf 0,55 Prozent im Jahr.

Ossiam Global Multi-Asset Risk-Control

WKN: A2ANVR ISIN: LU1446552496
Kurs

267,88 €

Kosten (TER) 0,55 %
Fondsvolumen 51,22 Mio. €
Indexabbildung synthetisch
1 Monat -2,11 %
Lfd. Jahr -5,82 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.