Start ETFs im Fokus Dreht die Stimmung bei Kupfer?

Dreht die Stimmung bei Kupfer?

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Kupfer stoppt seinen Kursverfall

Der Kupferpreis fällt seit Jahren. Doch auf dem aktuellen Niveau sind bereits rund zwanzig Prozent der Minen nicht mehr rentabel. Dreht jetzt die Stimmung?

Nachdem sich Chinas Währung zuletzt etwas stabilisiert hat, stoppte auch Kupfer seinen Kursverfall. Während der vergangenen Jahre hat sich der Kupferpreis desaströs entwickelt. Kupfer gilt seit jeher als Gradmesser für die Lage der Wirtschaft. Glaubt man dem Kupferpreis, müsste es miserabel um die Weltwirtschaft stehen. Doch Kupfer leidet weniger unter einer geringen Nachfrage, denn unter einem zu großen Angebot. Zu Zeiten der hohen Kupferpreise gingen zahlreiche Minenprojekte in Produktion. Die belastet die Kurse. Doch auf dem aktuellen Kursniveau könnte es schon bald vorbei sein mit dem Überangebot. Wie das Rohstoff-Portal Miningscout.de schreibt, könnten rund zwanzig Prozent der weltweiten Kupferproduzenten auf dem aktuellen Niveau schon nicht mehr kostendeckend arbeiten. Auch aus diesem Grund spekulieren die Experten darüber, dass 2016  für Kupfer „das Jahr der Erholung“ werden könnte.

Wann setzt der Short-Squeeze ein?

Tatsächlich befindet sich Kupfer seit Jahren im Sinkflug. Der jetzige Ausverkauf bei Rohstoffen und allen voran Öl könnte mittelfristig in einen „Short-Squeeze“ münden. Nach deutlichen Kursbewegungen nach unten spekulieren viele Marktteilnehmer auf weiter fallende Notierungen. Dreht sich die Stimmung plötzlich, stellen diese Marktteilnehmer ihre Positionen wieder glatt – und treiben den Kurs damit nach oben. Dieses Phänomen zeigt sich häufig bei Rohstoffen, die bereits einen deutlichen Kursverfall hinter sich haben. Hinzu kommen Markteffekte, die sich niedrigen Weltmarktpreisen ergeben.

Erste positive Signale bei Kupfer

Anleger, die auf ein Comeback der Kupferpreise spekulieren wollen, können sich ETFS Copper (WKN: A0KRJU) näher ansehen. Im laufenden Jahr gab der ETC zwar 5,3 Prozent ab, legte zuletzt aber bereits wieder zu. Auf Sicht der vergangenen fünf Jahre steht ein Preisverfall von rund fünfzig Prozent zu Buche. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,49 Prozent.
Nico Popp für www.extra-funds.de

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