Start ETFs im Fokus Edelmetalle als Krisen-Versicherung

Edelmetalle als Krisen-Versicherung

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Im Jemen droht ein Stellvertreter-Konflikt, die Notenbanken drucken weiter Geld. Wir stellen ETCs gegen die Krise vor.

Edelmetalle sind in der Gunst der Anleger zuletzt gestiegen. Ein Grund sind Äußerungen der US-Notenbank, die gegen einen schnellen Zinsanstieg sprechen. Damit sind Edelmetalle wieder verstärkt als sicherer Hafen oder als eine Art Krisen-Versicherung gefragt. Silber erreichte kürzlich ein neues Fünfwochenhoch. Wie die Analysten der Commerzbank ( Zum Testbericht) in einer hauseigenen Publikation schreiben, dürften einige Marktteilnehmer im Nachgang des Fed-Statements Short-Positionen bei Silber und auch Gold aufgelöst haben.

Argumente für Gold und Silber

Auch aus charttechnischer Sicht scheinen Silber und Gold den Abwärtstrend der ersten Monate des laufenden Jahres überwunden zu haben. Dazu hat auch der Jemen-Konflikt beigetragen. Im gescheiterten Staat Jemen droht ein Stellvertreterkrieg zwischen Iran und Saudi-Arabien auszubrechen. Das hat zuletzt die Situation am Ölmarkt verschärft und auch die Krisen-Angst befeuert.

Edelmetalle als Krisen-Beimischung

In zunehmend unsicheren Zeiten können Anleger ihrem Depot Edelmetalle beimischen. Ungehebelte Produkte sorgen dafür, dass das Depot auch über eine längere Dauer krisenfest gemacht werden kann. ETCs bieten dazu eine einfache und preiswerte Alternative. Auch ist die Handelbarkeit börsentäglich gewährleistet.

ETF-Anleger haben vielfältige Möglichkeiten, jetzt auf Edelmetalle zu setzen. Der ETFS Physical Gold (WKN: A0N62G) basiert auf dem Goldpreis des Londoner Gold-Fixings. Derzeit sind knapp 4 Milliarden Euro investiert. Im laufenden Jahr brachte der ETC eine Rendite von 9,3 Prozent ein. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,39 Prozent. Für Silber-Investoren gibt es den ETFS Physical Silver (WKN: A0N62F). Der ETC basiert ebenfalls auf dem Londoner Fixing. Die Jahresrendite fällt mit 11,7 Prozent sogar noch etwas besser aus als bei Gold. Das Fondsvolumen beträgt 668 Millionen Euro, die Gesamtkostenquote liegt bei 0,49 Prozent.

Nico Popp für www.extra-funds.de

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