Start ETFs im Fokus Eine Sorge weniger für China

Eine Sorge weniger für China

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Chinas Wirtschaftsdaten werden von vielen Investoren kritisch beäugt. Eine wichtige Kennzahl gibt jetzt Entwarnung.

Chinas Wirtschaft ist schwer zu steuern: Einmal droht Überhitzung, dann muss der Staat gegensteuern und dabei möglichst behutsam vorgehen, um den Wachstumsmotor nicht gänzlich abzuwürgen. Im Gegenzug ist Peking immer gewillt, im Falle schwacher Wachstumsraten auch Impulse zu setzen. Maßgeblich dafür ist die Inflationsrate – ist diese zu hoch, kann die Wirtschaft nicht durch weitere Stimuli angeschoben werden.

China dürfte Inflationsziel unterbieten

Im vergangenen Monat kletterten die chinesischen Verbraucherpreise nur geringfügig. Die Jahresinflationsrate lag im Mai bei 2,1 Prozent. Noch im Vormonat lag dieser Wert bei 2,4 Prozent. Selbst im Vergleich zum Vorjahreszeitraum lagen die Verbraucherpreise im Mai niedriger. Damit dürfte es der chinesischen Notenbank leicht fallen, das Inflationsziel für 2013 von 3,5 Prozent zu unterbieten. Selbst Spielraum für punktuelle Fördermaßnahmen könnte angesichts der jüngsten Inflationszahlen gegeben sein.

Preiswert und diversifiziert in China investieren

Jüngste Schätzungen der SEB-Bank gehen davon aus, dass China in diesem Jahr um 7,5 Prozent wachsen wird. Das ist zwar ein geringeres Wachstum als bisher erwartet, doch rechnen die Experten damit, dass das Wachstum auch im nächsten Jahr konstant auf diesem Niveau bleibt. Von einem Einbruch ist also nicht die Rede.

Anleger können mit dem Amundi ETF MSCI China (WKN: A0RF40) diversifiziert in chinesische Aktien investieren. Der Index investiert in chinesische H-Aktien von Unternehmen aus China, deren Aktien in Hongkong-Dollar notieren und Ausländern zugänglich sind. Der Index verlor im laufenden Jahr knapp 4,5 Prozent, konnte zuletzt aber zulegen. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,55 Prozent.