Mit einem ETF auf den Sektor Öl & Gas profitieren Anleger von gestiegenen Energiepreisen.

Warum sich immer nur an der Tankstelle über die hohen Benzinpreise aufregen? Steigende Energiepreise können auch ihr Gutes haben. Mit einem ETF auf Rohöl & Gas können sie an sprudelnden Gewinnen der Branche teilhaben.

Es war eine Bloomberg-Meldung, die die Ölpreise zuletzt noch einmal zusätzlich befeuerte. Der Nachrichtenagentur zufolge würde Saudi-Arabien es tolerieren, sollte der Brent-Ölpreis nachhaltig über die Marke von 80 Dollar/Barrel springen. Obwohl die US-Regierung das größte OPEC-Mitgliedsland mehrfach aufgefordert hatte, einen Anstieg der Ölpreise zu bremsen, könne man sich mittlerweile mit Notierungen über 80 Dollar anfreunden, hieß es laut Bloomberg aus Riad. Zuvor lief noch die Meldung über die Ticker, dass eine Kooperation zwischen den drei weltgrößten Ölproduzenten Saudi-Arabien, Russland und USA wahrscheinlich sei, um drohende Angebotsausfälle aus dem Iran zu kompensieren. Ziel der neuen Allianz sollte es sein, den Ölpreisanstieg einzudämmen, weil die US-Sanktionen gegen Iran und auch die Krise in Venezuela beide Länder auf unbestimmte Zeit als Lieferanten des schwarzen Goldes ausfallen lassen. Die Rohstoffexperten der Commerzbank ( Zum Testbericht) sehen in der Bloomberg-Meldung ein Signal, dass Saudi-Arabien „entweder nicht willens oder nicht in der Lage ist, den Wegfall der iranischen Ölexporte aufgrund der US-Sanktionen auszugleichen“.

Starke Nachfrage, sinkendes Angebot

Die starke Weltkonjunktur führt hingegen zu einem Anstieg der Nachfrage. Lag der Bedarf im zweiten Quartal noch bei täglich 98,8 Mio. Barrel, wird er der Internationalen Energieagentur zufolge bis Ende 2019 auf 101,5 Mio. Barrel pro Tag ansteigen. Durch das in den vergangenen Jahren günstige Öl brachen die Investitionen ein. Diese sind zwar wieder hochgelaufen, fließen jedoch hauptsächlich in die Schieferölförderung. Da aber der technologische Aufwand für Fracking höher ist als für konventionelle Förderung, wird es noch einige Zeit dauern, die höhere Nachfrage zu bedienen.

Hoher Ölpreis lässt Gewinne sprudeln

Viele Experten sehen bereits einen mittelfristigen Anstieg des Ölpreises auf über 100 Dollar pro Barrel. Die US-Investmentbank JPMorgan hat soeben ihre Prognose für die Ölpreise angehoben. Für das vierte Quartal rechnen die Experten nun mit einem WTI-Ölpreis von 85 US-Dollar je Barrel. Damit stieg die Prognose um 22 Dollar. Sollte die Öl-Notierung weiter nach oben gehen, dürfte dies auch den Öl-Aktien ordentlich Zunder geben, denn hohe Ölpreise lassen gewöhnlich auch die Gewinne sprudeln. ETF-Anleger können mit einem passenden Anlagevehikel an der Kursentwicklung von Unternehmen aus dem Öl und Gas-Sektor teilhaben. Der Lyxor STOXX Europe 600 Oil & Gas UCITS ETF (WKN: LYX0A9) konzentriert sich auf europäische Unternehmen und kommt mit einer satten Rendite von über 13 Prozent in diesem Jahr daher. Die Kosten der Fondshaltung liegen bei 0,30 Prozent p. a.

Lyxor STOXX Europe 600 Oil & Gas UCITS ETF

WKN: LYX0A9 ISIN: FR0010344960
Kurs

42,22 €

Kosten (TER) 0,30 %
Fondsvolumen 308,66 Mio. €
Indexabbildung synthetisch
1 Monat -2,42 %
Lfd. Jahr +3,78 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

Weitere interessante Investmentmöglichkeiten finden Sie in unserem ETF-Anlageleitfaden. Dieser erleichtert Ihnen den Einstieg in die Welt der Exchange Traded Funds (ETFs). Wir stellen Ihnen darin die Anlagemöglichkeiten einzelner Länder, Regionen, Sektoren oder Investmentthemen vor.

Weitere Informationen zum Thema Schwellenländer erhalten Sie im Anlageleitfaden „Investieren in Rohöl“.

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Uwe Görler ist seit dem Jahr 2011 Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“, die Online-Plattform extra-funds.de und diverse Medienprojekte der Isarvest GmbH rund um das Thema ETFs und Robo-Advisors. Davor schrieb der gebürtige Dresdner in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und verfasste Beiträge zu den Themenbereichen Wirtschaft & Finanzen sowie Gesundheit für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.