Europäische Aktien könnten nach der US-Wahl profitieren

Europäische Aktien könnten Hort der Stabilität werden

Nach Trumps Wahlsieg steigt die Nervosität. Kurzfristig könnten Europas Unternehmen  und Europäische Aktien profitieren.

Nach dem Wahlsieg für den umstrittenen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump sind die Reaktionen an den Märkten heftig. Der DAX notierte vorbörslich annähernd fünf Prozent im Minus, stabilisierte sich aber bereits nach der Handelseröffnung am ersten Tag nach der Wahl auf ein moderates Minus. Ähnlich wie auch beim Brexit überschlagen sich Analysten mit ersten Einschätzungen.

 

Grundtenor der Experten ist, dass die Wahl Trumps Unsicherheit bringt, die sich an den Märkten in einer höheren Volatilität äußern dürfte. „Solange Trumps Politik noch nicht klar ist, stellen seine Rhetorik in Bezug auf Handel, Einwanderung und internationale Zusammenarbeit eine Bedrohung für das Wirtschaftswachstum in den USA und weltweit dar“, schreibt beispielsweise AllianzGI.

Was, wenn Trumps Pläne nicht aufgehen?

Insbesondere Trumps Hang zu Protektionismus könnte die Stimmung gegenüber US-Aktien kippen lassen. Dies sehen auch die Experten der Fondsgesellschaft T.Rowe Price so: „Er hat eine Kurswende hin zu mehr Protektionismus angekündigt, indem er beabsichtigt, das nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA) neu zu verhandeln und das transpazifische Handelsabkommen (TPP) nicht zu unterzeichnen, China der Wechselkursmanipulation bezichtigt und vielleicht sogar aus der Welthandelsorganisation austreten wird. Er hat sich außerdem verpflichtet, die Einwanderung in die Vereinigten Staaten zu begrenzen und Millionen illegaler Einwanderer abzuschieben.“ Während sich Trump selbst von diesen Maßnahmen neue Arbeitsplätze und ein geringeres Haushaltsdefizit verspricht, sind die Experten von T.Rowe Price anderer Meinung und erwarten das Gegenteil.

Profitieren jetzt europäische Aktien?

Im Zuge dieser Entwicklung könnten sich Anleger auf andere Märkte fokussieren, glaubt beispielsweise Allianz GI: „Europäische Aktien könnten nun ironischerweise im Vergleich zu den USA zu einem Bollwerk der Stabilität werden“, so die Experten in einer ersten Einschätzung. Anleger können sich für die kommenden Wochen daher den iShares VI plc – Edge MSCI Europe Minimum Vol. UCITS ETF (WKN: A1J783) vormerken. Der ETF bildet europäische Standardwerte ab und filtert genau diejenigen Titel heraus, die eine geringe Marktvolatilität aufweisen. Im laufenden Jahr gab der Index um 6,5 Prozent ab. Aktuell sind 1,03 Milliarden Euro investiert. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,25 Prozent.

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Maximilian Stratz studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth. Seit 2016 ist Maximilian Stratz im Redaktionsteam des EXtra-Magazins beschäftigt.