Banken-ETF: Europas Banken sind wieder einen näheren Blick wert
Die europäische Bankenbranche hat in den letzten Jahren seine Hausaufgaben gemacht normalisiert sich zusehends. Die steigenden Aktienkurse beweisen den Erholungskurs. Das Chance-Risiko-Verhältnis hat sich aufgehellt.

Geldanlage ist früher einfacher gewesen. Mit dem Kauf von Bundesanleihen konnten die meisten Anlegerbedürfnisse komplett befriedigt werden. Heute müssen die Anleger, um auf eine akzeptable Rendite zu kommen, stärker ins Risiko gehen. Als ein Risikosektor par excellence erwies sich in den letzten Jahren vor allem die europäische Bankenbranche. Eine Folge der Finanzkrise: Im Nachgang der Erfahrungen der Jahre 2007 und 2008 wurden die Regulierungsgürtel gegenüber dem Sektor enger geschnallt. Höhere Anforderungen an das Eigenkapital sowie eine schwache bis rezessive ökonomische Phase vor allem in Teilen von Südeuropa führten zu einer bedrohlichen Krise. Zahlreiche Institute mussten vom Staat aufgefangen werden, viele überlebten nicht. Auch die Europäische Notenbank kam den Geldhäusern mit ihrer lockeren Geldpolitik in die Quere. Für die Kreditinstitute wurde es in Zeiten der Niedrigzinsen immer schwieriger, im eigentlich margenträchtigen Kerngeschäft, Gewinne zu erzielen. Die Unsicherheit, die schwer auf der Branche lastete, belastete die Aktienkurse durch die Bank schwer.

Die Institute haben ihre Hausaufgaben gemacht

Doch seit diesem Jahr wirkt die Finanzbranche erholt. Die Performance des europäischen Bankenindex Stoxx 600 Banken liegt im Gleichklang mit der des Gesamtindex Stoxx 600. Der negative Regulierungstrend ist beendet. Mittlerweile sind schon wieder Lockerungen in Sicht. Ein weiterer Grund für die Kurserholung liegt in den Aufräumarbeiten, die die Institute selbst vollzogen haben. In den vergangenen Jahren sammelten die Banken in Europa frisches Geld am Kapitalmarkt im Umfang eines hohen dreistelligen Milliardenbetrags ein, füllten ihre Risikopuffer auf, gaben wenig profitable Geschäftszweige auf und senkten die Kosten insgesamt. Die Institute trennten sich von risikoreichen Vermögenswerten und problembehafteten Krediten. So sind die Bestände ausfallgefährdeter Darlehen im Euroraum seit 2015 um fast 200 Mrd. auf 795 Mrd. Euro verringert worden. Die faulen Kredite sind weiterhin „die größte Herausforderung“ für den Bankensektor, wie jüngst die Vize-Chefin der EZB-Bankenaufsicht, Sabine Lautenschläger, in einer Rede zwar klarstellte, doch die Institute sind offensichtlich auf einem guten Weg.

Moderate Bewertungen, Kurstreiber in Sichtweite

Das Bewertungsniveau des europäischen Bankensektors liegt noch immer unter dem Schnitt der vergangenen 15 Jahre. Mögliche Impulsgeber sind die Aussicht auf steigende Zinsen (zunächst in den USA, aber auf Sicht auch wieder in Europa) und auch Übernahmefantasien. Die Konsolidierung ist noch nicht abgeschlossen, hier könnten weitere, potenziell kurstreibende Überraschungen folgen. Der db x-trackers Stoxx® Europe 600 Banks UCITS ETF (WKN: DBX1SF) bietet direkten Zugang zum europäischen Bankensektor. Im Fonds sind 46 Titel der Branche enthalten. Das größte Paket nehmen britische Geldhäuser ein, es folgen spanische, französische und Schweizer Bankenwerte. Der ETF erzielte in diesem Jahr bereits eine Rendite von knapp 10 Prozent, die Kosten liegen bei 0,30 Prozent p.a.

Xtrackers Stoxx Europe 600 Banks Swap UCITS ETF

Kurs

41,92 €

Kosten (TER)0,30 %
Fondsvolumen172,14 Mio. €
Indexabbildungsynthetisch
1 Monat-2,32 %
Lfd. Jahr-3,23 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

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