Europas Hochzinsanleihen bevorzugt
Der große Anteil von Energieunternehmen in den USA macht Anleihe-Investoren zunehmend zu schaffen. Wie gut, dass Europa weitere Vorteile bietet.

„Steigt der europäische Markt für Hochzinsanleihen angesichts der größeren Abhängigkeit amerikanischer High Yields von Öl- und Rohstoffpreisen jetzt wieder in der Anlegergunst?“ Diese Frage stellt sich Mike Della Vedova, Portfoliomanager und High-Yield-Experte bei T. Rowe Price. Der Anteil von Energieunternehmen am US-Markt für Hochzinsanleihen ist noch immer groß. Da nun Rohstoffpreise wieder verstärkt in den Fokus rücken, könnte dieser Sektor-Schwerpunkt zu einem Malus für den gesamten US-High-Yield-Markt werden. Profiteur könnten europäische Emittenten sein. „Das bedeutet, dass Europa wahrscheinlich eher in Marktphasen eine Outperformance zeigt, in denen der Preisdruck für Öl- und Rohstoffpreise weiter stark anhält. Beim Blick auf die Zusammensetzung des Gesamtmarktes wird zudem deutlich, dass der US-Markt einen höheren Anteil an schwächer bewerteten Unternehmen aufweist“, so der Portfoliomanager.

„Europa aus technischer Sicht stärker“

Auch aus fundamentalen Gründen gäbe es gute Argumente für den europäischen Hochzinsmarkt: „Es ist wichtig herauszustellen, dass sich Europa in einem früheren, kreditfreundlicheren Abschnitt des Konjunkturzyklus befindet als die USA, mit einem geringen Inflationsdruck sowie steigendem Wachstum befindet.“ Hinzu komme die weiter abwartende Haltung der europäischen Notenbank bei der Geldpolitik. „Auch aus technischer Sicht ist Europa derzeit stärker als die USA. Die Ausfallrate ist niedrig. Außerdem bleibt das Verhältnis von Angebot und Nachfrage im Ungleichgewicht – mit eher moderater Anleiheemission zu einer Zeit, in der die Anlageklasse nach wie vor Zuflüsse generiert“, beschreibt Della Vedova.

Dieser ETF bringt halbjährlich Erträge

Insbesondere Anleger, die zu passiven Instrumenten greifen, sollten sich genau mit den Indexzusammensetzungen vertraut machen. Wer den Schwerpunkt auf Energieunternehmen in den USA scheut, sollte sich den iShares plc – € High Yield Corp Bond UCITS ETF EUR (WKN: A1C3NE) näher ansehen. Der ETRF bündelt Hochzinsanleihen in Euro und legte im laufenden Jahr bereits um 2,56 Prozent zu. Erträge werden halbjährlich ausgeschüttet und der Index monatlich angepasst. Die Ausschüttungsrendite beträgt 3,82 Prozent. Aktuell sind 5,6 Milliarden Euro investiert. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,5 Prozent.

iShares € High Yield Corp Bond UCITS ETF

WKN: A1C3NE ISIN: IE00B66F4759
Kurs

104,09 €

Kosten (TER) 0,50 %
Fondsvolumen 4.443,86 Mio. €
Indexabbildung physisch
1 Monat +0,33 %
Lfd. Jahr +0,18 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

Weiterführende Beiträge:

Weitere interessante Investment Möglichkeiten finden Sie in unserem ETF-Anlageleitfaden. Dieser erleichtert Ihnen den Einstieg in die Welt der Exchange Traded Funds (ETFs). Wir stellen Ihnen darin die Anlegemöglichkeiten einzelner Länder, Regionen, Sektoren oder Investmentthemen vor.

Verpassen Sie keine Nachrichten zum Thema ETFs mehr! Mit dem kostenfreien EXtra-Magazin ETF-Newsletter bleiben Sie stets optimal über die Entwicklungen im ETF-Markt informiert. »Jetzt anmelden«

Interesse an News zu ETFs und Geldanlage?

Unser kostenloser Newsletter hält Sie auf dem Laufenden.

Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann studierte Franz Rieber Informationsorientierte Betriebswirtschaftslehre und hat einen Master-Abschluss in Finance & Banking. Seit 2016 ist Franz Rieber für die Isarvest GmbH tätig und für das Projektmanagement und die Kundenbetreuung verantwortlich.