Der Blick an Europas Börsen richtet sich nach vorne.
Der Blick an Europas Börsen richtet sich nach vorne.

Von weihnachtlicher Ruhe ist an den Finanzmärkten wenig zu spüren. Die Kurse stehen unter Druck. Doch der Blick nach vorne bleibt aussichtsreich. Ein kleines Plädoyer für Aktien aus Europa.

2018 ist ein Jahr zum Vergessen. Europas Börsen im Sinkflug – durcheinander geschüttelt gar nicht einmal nur von hausgemachten Problemen, sondern vielmehr vom geopolitischen Umfeld. Der EuroStoxx 50, der die 50 schwersten Aktien aus dem Euroraum umfasst, hat in diesem Jahr bisher zweistellig verloren. Der von den USA angezettelte Handelskrieg lieferte viel Stoff für Pessimisten, die italienische Schuldenmisere und der zähe, mit noch ungewissem Ausgang geführte Streit um den britischen EU-Austritt führte zu weiterem Verdruss. Unterm Strich ist offensichtlich: Die europäischen Unternehmen haben fürs Erste die besten Zeiten hinter sich. Die Zinsen steigen, die Konjunktur trübt sich ein, der Protektionismus ist auf dem Vormarsch. Das belastet die Gewinne der Unternehmen und drückt ihre Aktienkurse. Doch es gibt zum Jahresende auch Lichtblicke. Wenigstens in einem Punkt können die Börsianer aufatmen: Der Haushaltsstreit zwischen der EU und Italien scheint gelöst: Italien senkt sein Defizitziel für kommendes Jahr. Nach wochenlangem Streit verzichtet die Brüsseler Behörde daraufhin auf disziplinarische Schritte.

Aktienbullen wagen sich aus der Deckung

Die Kursverluste der vergangenen Monate haben auch ihr Gutes: Die teils sehr hohen Bewertungen sind wieder ein Stück weit realistischer geworden. Der Vermögensverwalter Fiduka stuft auf Sicht von zwölf Monaten europäische Aktien auf regionaler Ebene als am aussichtsreichsten ein. Für europäische Aktien sprächen auch die Dividendenrenditen von 3,5 bis 4,0 Prozent, so die Experten in einem aktuellen Ausblick. Zu den Optimisten für Euro-Aktien zählt trotz der bislang trüben Jahresbilanz auch LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert. Die meisten Risiken wie der Brexit oder der Haushaltsstreit zwischen der EU und Italien seien inzwischen in den Aktienkursen berücksichtigt. Bis etwa Mai 2019 dürften zudem Dividendenzahlungen antreiben. Auch wenn kurzfristig nicht von einer Trendwende ausgegangen werden kann, ist ein Einstieg zumindest überlegenswert. Eben, weil in den aktuellen Kursen schon ein Großteil der aktuell bedrückenden Problemfelder enthalten ist. Der unterstützende Effekt der Geldpolitik auf die Aktienmärkte werde 2019 nachlassen, heißt es bei Fiduka. Gleichzeitig stünden die Gewinnprognosen der Unternehmen zur Disposition. Bei einer zügigen und nachhaltigen Einigung im Handelskonflikt zwischen den USA und China hätten die Aktienmärkte aber reichlich Potenzial, auf die alten Hochs zu laufen.

Flexibel bleiben

Mit einem ETF, etwa dem Lyxor EURO STOXX 50 (DR) UCITS ETF (WKN: 798328), können Anleger in der unruhigen Zeit flexibel agieren. Der Fonds, der ein Volumen von gut 5,8 Mrd. Euro aufweist, konzentriert sich auf die führenden Blue-Chip Unternehmen aus der Eurozone. Der Index enthält 50 Aktien aus 12 Ländern. In diesem Jahr verlor der ETF rund zehn Prozent an Wert, die Kosten belaufen sich auf 0,20 Prozent im Jahr.

Lyxor EURO STOXX 50 (DR) UCITS ETF

WKN: 798328 ISIN: FR0007054358
Kurs

30,50 €

Kosten (TER) 0,20 %
Fondsvolumen 5.846,60 Mio. €
Indexabbildung physisch
1 Monat +1,01 %
Lfd. Jahr +2,32 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

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