Start ETFs im Fokus Fallschirm gegen Währungsabstürze

Fallschirm gegen Währungsabstürze

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Das Währungskasino ist eröffnet. Niemand weiß, wann einer der großen Industriestaaten auf Japans Bemühungen, die eigene Währung abzuwerten, reagieren wird. Wir stellen ein Produkt vor, das von den Kursbewegungen der zehn wichtigsten Währungen profitieren kann.

Seit der Krise dreht sich die Welt schneller: Der Finanzsektor erfindet sich seit einigen Jahren neu und Staaten haben sich auf auf einen Kampf um die besten Wettbewerbsbedingungen eingestellt. Da an der Stellschraube der Fiskalpolitik in vielen Staaten bereits ausgiebig gedreht wurde, bleiben oftmals nur noch die großen Lösungen der Notenbanken. Da werden eigene Anleihen gekauft oder Aufkaufprogramme anderer Volkswirtschaften argwöhnisch beäugt und kommentiert.

Gewappnet gegen den Abwertungswettlauf

Kürzlich hat Japan eine neue Runde im Abwertungswettlauf eingeläutet und steht den vor Jahren aufgelegten Programmen des US-Notenbankers Ben Bernanke in nichts nach. Bislang haben Japans Abwertungsbemühungen in erster Linie verbale Reaktionen hervorgerufen. Lediglich Südkorea reagiert mit einem Konjunkturprogramm auf die erschwerten Exportbedingungen seiner Wirtschaft. Doch aus Abwertungsrhetorik kann auch ein Abwertungswettlauf werden. Auf diese Situation können sich Anleger einstellen.

Solide Rendite bei geringen Kosten

Der db x-trackers Currency Carry UCITS ETF LU (WKN: DBX1AY) bildet eine interessante Währungstrategie in einem ETF ab. Grundlage sind die Währungen der G10-Länder USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien, Niederlande, Schweden, Japan und Schweiz. Der ETF kauft jeweils Drei-Monats-Terminkontrakte auf Länder mit hohen Zinsen und verkauft Drei-Monats-Terminkontrakte auf Länder mit niedrigen Zinsen. Zu regelmäßigen Terminen wird die Strategie überprüft und angepasst. Anleger haben so die Möglichkeit, sowohl Währungsrisiken in ihrem Depot als auch durch Währungsschwankungen entstandene Verwerfungen in der Weltwirtschaft teilweise abzufedern. Da die wichtigsten Währungen der Welt für die Strategie zur Verfügung stehen, dürfte ein einsetzender Währungskrieg zu Kursgewinnen des ETF führen. In diesem Jahr legte der ETF bereits um 4,5 Prozent zu. Auf Sicht von drei Jahren erreichte der ETF eine Performance von 15,3 Prozent. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,3 Prozent.

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