Start ETFs im Fokus Frankreich hat die Intensivstation verlassen

Frankreich hat die Intensivstation verlassen

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Paris

Ruhig ist es geworden um das größte aller vermeintlichen Krisen-Länder. Tatsächlich ist Frankreich auf einem guten Weg. Der CAC40-Index ist bereits stark.

Als vor einigen Tagen ausgerechnet eine französische Bank eine Verkaufsempfehlung für den DAX aussprach und den heimischen CAC40 zugleich als aussichtsreich lobte, konnten sich viele Beobachter ein Lächeln nicht verkneifen. Ausgerechnet Frankreich solle ein interessantes Investmentziel sein? Das Land von Reformstau, hoher Arbeitslosigkeit und sozialen Spannungen? Doch auf den zweiten Blick erscheint Frankreich gar nicht mal so abwegig. Französische Titel gaben während der Euro-Krise stark nach und stehen noch immer im Schatten der Konzerne aus Deutschland – und das obwohl auch französische Unternehmen weltweit agieren und von der heimischen Wirtschaft gar nicht so stark abhängen, als man das manchmal denkt.

Frankreich setzt auf Reformen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) attestierte Frankreich im Mai eine solide Wirtschaftsentwicklung und hat weitere Reformen angemahnt. Tatsächlich zeigen zuletzt vor allem die Stimmungsbarometer ein solides Gesamtbild. Ende 2014 legte die Regierung um Francois Hollande ein Reformprogramm vor, das zunächst zwar von Kommentatoren zerredet wurde, inzwischen aber durchaus Anklang findet. Mehr als einhundert Maßnahmen sollen die Märkte liberalisieren und Verkrustungen in Frankreichs Wirtschaft abbauen helfen.

Crash ging an Frankreichs Aktien weitgehend vorbei

Der französische CAC40-Index der größten Unternehmen des Landes schaffte trotz des jüngsten Rückschlages 2015 eine Rendite von 22,3 Prozent. Mit dabei sind Großunternehmen wie BNP Paribas, GDF Suez, Total und Sanofi-Aventis. Der ETF ComStage CAC40 UCITS (WKN: ETF040) bildet den Index nahezu eins zu eins ab. Die Gesamtkostenquote beträgt derzeit 0,2 Prozent.

Nico Popp für www.extra-funds.de

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