Frontier Markets-ETF als Anlagealternative
Der Handelskrieg kennt nur Verlierer. Aufstrebende Volkswirtschaften aus der zweiten Reihe koppeln sich gerade vom Gesamtmarkt ab.

Italien steht eine schwierige Regierungsbildung bevor. Der Brexit ist noch immer nicht ausverhandelt und in den USA sorgt das Säbelrasseln von US-Präsident Trump für eine aufgeheizte Stimmung. Vor allem die drohenden Strafzölle auf Aluminium und Stahl für Produkte aus Europa oder China haben in dieser Woche die Börsen bewegt. Doch selbst in Trumps Führungsteam waren die Maßnahmen alles andere als unumstritten. Mit Wirtschaftsberater Gary Cohn nahm zuletzt ein weiteres wichtiges Regierungsmitglied den Hut. Der Zusammenhang mit den handelspolitischen Machtspielen Trumps ist offensichtlich. An den Börsen dürften diese Querelen noch einige Zeit für Furore sorgen.

Drohender Handelskrieg dürfte Thema bleiben

„Es bleibt zu hoffen, dass sich die Befürchtung eines globalen Handelskrieges lediglich als Schreckgespenst herausstellt, das die Börsen nur kurzfristig ordentlich durchgeschüttelt hat. Gut möglich ist aber, dass das Thema die Kursentwicklungen in den kommenden Wochen noch belasten wird. US-Präsident Trump scheint fest entschlossen, die Drohkulisse zwecks Durchsetzung US-amerikanischer Interessen aufrecht zu erhalten. Rationalen Argumenten seiner Berater wird er in diesem Zuge nur bedingt zugänglich sein“ schreiben die Experten von Donner & Reuschel in einem Marktkommentar. Angesichts der weltumspannenden Bedeutung eines drohenden Handelskrieges könnten Anleger gut beraten sein, gezielt Nischen zu suchen.

Exotische Märkte in einem ETF

Während vor allem Europa aber auch China und nicht zuletzt auch die Vereinigten Staaten von einem Handelskrieg betroffen sein dürften, könnten aufstrebende Volkswirtschaften eine Alternative sein. So genannte Frontier Markets gelten als Nachzügler. Oftmals sind diese Volkswirtschaften noch nicht so stark entwickelt und weisen eine prosperierende Binnenkonjunktur auf. Der Xtrackers S&P Select Frontier Swap UCITS ETF (WKN: DBX1A9) bündelt Aktien aus Ländern wie Argentinien, Kuwait, Vietnam, Nigeria, Kasachstan, Rumänien oder Oman. Im laufenden Jahr ging es für den ETF bereits um 2,55 Prozent nach oben. Aktuell sind 142 Millionen Euro investiert. In der Vergangenheit haben sich Frontier Markets häufig von Bewegungen des Gesamtmarktes abgekoppelt. Auch aktuell könnte sich eine solche Entwicklung abzeichnen. Der ETF kostet jährlich 0,95 Prozent.

Xtrackers S&P Select Frontier Swap UCITS ETF

WKN: DBX1A9 ISIN: LU0328476410
Kurs

11,59 €

Kosten (TER) 0,95 %
Fondsvolumen 125,63 Mio. €
Indexabbildung synthetisch
1 Monat -3,16 %
Lfd. Jahr -8,05 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

Mehr zu diesem Thema finden Sie hier: Grenzmarkt-ETF: Gute Anlagechancen in den Frontier Markets

Weitere interessante Investmentmöglichkeiten finden Sie in unserem ETF-AnlageleitfadenDieser erleichtert Ihnen den Einstieg in die Welt der Exchange Traded Funds (ETFs). Wir stellen Ihnen darin die Anlagemöglichkeiten einzelner Länder, Regionen, Sektoren oder Investmentthemen vor.

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