Start ETFs im Fokus Gold ist kein sicherer Hafen mehr

Gold ist kein sicherer Hafen mehr

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Schon seit einiger Zeit verkaufen institutionelle Anleger ihre Gold-Investments. Dieser Trend könnte sich in den kommenden Monaten fortsetzen.

In den zurückliegenden Jahren galt Gold als sicherer Hafen. Doch diese Zeiten sind nun vorbei. Immer mehr institutionelle Anleger verlieren das Interesse an Gold. Dieser Trend spiegelt sich unter anderem in einem Rückgang des Goldbestandes des SPDR Gold Trust um etwa 25 Prozent seit Jahresbeginn wider. Auch die Bestände anderer Gold-ETCs haben sich deutlich verringert. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass einige Analysten einen weiteren Rückgang des Goldpreises erwarten. Zum Beispiel gehen die Rohstoffexperten der DZ Bank davon aus, dass eine Unze des Edelmetalls in zwölf Monaten nur noch 1.150 US-Dollar kosten wird.

Anfang der achtziger Jahren korrigierte der Goldpreis deutlich

Vor etwa zwei Monaten sagte der Rohstoffexperte Markus Mezger in einem Interview, dass der Goldpreis aus seiner Sicht nach wie vor zu hoch ist. Seine Einschätzung begründete er damit, dass seit dem Jahr 2001 das Ratio des Goldpreises zum US-Konsumgüterpreis (US-CPI) von 0,5 auf über 2,5 im Jahre 2011 gestiegen ist. Eine solche Entwicklung gab es laut Mezger in den siebziger Jahren schon einmal und die Anfang der achtziger Jahre einsetzende Baisse des Goldpreises war die Konsequenz dieser Überbewertung.

Portfoliomanager empfiehlt den Verkauf von Gold

Es gibt zahlreiche andere Strategen, die zurzeit nichts von Gold halten. Einer von ihnen ist Gabriel Garcin, Portfoliomanager bei Europanel Research & Alternative Asset Management in Paris. „Es gab eine Anhäufung sehr großer Positionen durch Spekulanten und die Leute merkten dann, dass wegen der Äußerungen von EZB-Präsident Mario Draghi der Euro nicht kollabieren wird, und dass die USA alles tun, was sie können, um die Arbeitslosigkeit zu reduzieren“, erklärte Garcin in der vergangenen Woche. Er empfiehlt Anlegern, Gold zu verkaufen, da das Edelmetall aus seiner Sicht kein sicherer Hafen mehr ist.

Short-ETC für risikofreudige Trader

Nicht nur die auf Fundamentaldaten basierenden Argumente sind von großer Bedeutung, sondern auch das Chartbild des Goldpreises. Ebensolches hat sich zuletzt eingetrübt. Daher ist die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Preisrückgangs ziemlich groß. Von einem solchen Szenario können Anleger mit dem ETFS Daily Short Gold (WKN: A0V9X0) profitieren, der die inverse Entwicklung des im Dow Jones-UBS Commodity-Index enthaltenen Gold-Futures auf täglicher Basis abbildet. Verliert dieser Terminkontrakt beispielsweise an einem Tag 1,0 Prozent seines Wertes, steigt der Kurs des Short-ETCs um 1,0 Prozent. Wichtig: Dieser von ETF Securities aufgelegte Short-ETC eignet sich lediglich als Trading-Position für einen Zeitraum von wenigen Wochen.

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