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Goldpreis im Abwärtssog

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Seit Jahresbeginn ist das gelblich glänzende Edelmetall um rund sechs Prozent günstiger geworden. Und derzeit deuten mehrere Faktoren auf einen weiteren Preisrückgang hin.

Gold galt lange Zeit als sicherer Hafen. Doch seit mehreren Wochen sinkt der Preis des Edelmetalls. Zurückzuführen ist diese Entwicklung unter anderem auf das nachlassende Interesse von Finanzinvestoren – sie ziehen Geld aus physisch hinterlegten Gold-ETCs ab. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang, dass der US-Investor George Soros bereits Ende 2012 einen großen Teil seiner Anteile am SPDR Gold Trust (weltweit größter Gold-ETC) verkauft hat.

Chartbild des Goldpreises überzeugt nicht

Bedenken sollten Anleger auch, dass die Goldnachfrage der indischen Schmuckindustrie abnimmt und dass andere Metalle für Finanzinvestoren zurzeit wesentlich interessanter sind als Gold. Im Bereich der Edelmetalle bietet Palladium gute Chancen auf Preiszuwächse und von den Industriemetallen dürfte sich vor allem Kupfer verteuern. Des Weiteren ist es derzeit unter charttechnischen Aspekten nicht empfehlenswert, auf Gold zu setzen, da sich der Preis seit mehreren Monaten in einem Abwärtstrend bewegt. Am vergangenen Donnerstag hat der Goldpreis mit 1.553,60 US-Dollar den tiefsten Stand seit Ende Juni 2012 erreicht. Nun kommt es darauf an, ob sich der Preis auf dem aktuellen Niveau einpendelt oder ob er auf eine charttechnische Unterstützung zwischen 1.520 und 1.530 US-Dollar zusteuert. Der Momentuminvestor Ralf Goerke geht davon aus, dass bei Gold vielleicht die Dämme brechen, falls der Preis unter diese Unterstützung fällt.

Rückgang des Goldpreises treibt den Kurs dieses Short-ETCs nach oben

Kurzfristig dürfte Gold noch günstiger werden. Deshalb können mutige Börsianer den von ETFS Commodity Securities aufgelegten Short-ETC (WKN: A0V9X0) auf den Dow Jones-UBS Gold Subindex ordern, der die inverse Wertentwicklung des Basiswertes auf täglicher Basis abbildet. Seit Anfang Februar hat sich ein Anteil dieses synthetisch replizierenden Short-ETCs aufgrund eines Rückgangs des Goldpreises in der Spitze um 15,2 Prozent verteuert. Anleger sollten dieses Finanzprodukt nur wenige Wochen im Depot belassen. Denn mittelfristig wirkt sich die Konstruktion dieses Short-ETCs negativ auf dessen Performance aus.

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