Gold vor der Trendwende ?
Gold vor der Trendwende ?

Ein Investment in Edelmetalle war in diesem Jahr bisher nicht von Erfolg gekrönt. Doch Schwamm drüber! Beim ‚Protagonisten‘ Gold bahnt sich nun eine Trendwende an. Auch die Aktien der Metallproduzenten könnten profitierten.  

Angesichts der ins Auge stechenden hohen Zahl an politischen und wirtschaftlichen Krisen rund um den Globus sehnen sich die Anleger nach Sicherheit. Man denke nur an die hohe Verschuldung vieler Länder, das Risiko eines Brexits ohne Deal, den Kapitalabzug aus den Emerging Markets, schwächeres weltweites Wachstum, ein Wiederaufleben alter Ost-West-Denkweise in der Politik oder den internationalen Zollkonflikt. Genug Stoff für Krisen, aber nicht für frohe Anlegerzeiten. Da ist es kein Wunder, dass die Marktteilnehmer ihr Geld vermehrt wieder in Edelmetalle umschichten und sich der Goldpreis somit zuletzt innerhalb eines Monats um über zwei Prozent erholen konnte. Der klassische sichere Anlagehafen war zuvor selten gesucht bei Anlegern, nun aber scheint sich das Blatt zu wenden. Stützend wirkt zum einen die US-Dollar-Schwäche. So hat der US-Dollar-Index nach seit Monatsbeginn um merklich nachgegeben. Laut Analysten der Commerzbank ( Zum Testbericht) dürfte der Greenback auch im kommenden Jahr nicht auf die Beine kommen. Grund: Das Ende des Zinserhöhungszyklus in den USA und die langsame Abkehr der Europäischen Notenbank von der extrem lockeren Geldpolitik.

Die Preismacht der Spekulanten

Doch noch aus einem anderen Grund könnte der Goldpreis anspringen. Am Rohstoff-Terminmarkt hatten Anleger in diesem Jahr in Massen auf einen weiter fallenden Goldpreis gewettet. Doch diese sog. Leerverkäufe haben einen Haken. Steigt der Preis plötzlich, müssen die Investoren von jetzt auf gleich ihre Wetteinsätze zurückfahren bzw. ganz schließen, um die Verluste einzudämmen. So ist es laut CFTC-Statistik in der Woche zum 16. Oktober bei Gold geschehen: Es kam zu Eindeckungen von Leerverkäufen in großem Ausmaß. Demnach wurden die Wetten auf fallende Goldnotierungen mehr als halbiert. Damit sei der jüngste Preissprung von Gold auf das Konto der spekulativen Finanzanleger zurückzuführen, zeigen sich die Analysten der Commerzbank ( Zum Testbericht) überzeugt. Von dieser Seite sehen die Experten weiteres Aufwärtspotenzial für Gold, da die Netto-Short-Positionen noch beträchtlich seien.

Viele Gründe sprechen für eine Gold-Rallye

Die Rohstoffexperten der Commerzbank erinnern an eine ähnliche Situation Anfang 2016. Damals stieg der Goldpreis angetrieben durch Short-Eindeckungen innerhalb von sechs Monaten um 300 US-Dollar/Unze. Wiederholt sich diese Rally nun? Angesicht der vielen globalen Risikofaktoren und der rekordhohen Netto-Short-Positionen ist dies gut möglich. Mit dem ETFS Gold (WKN: A0KRJZ) können Anleger auf eine schnelle und unkomplizierte Art in das Edelmetall investieren. Der dem Fonds zugrunde liegende Dow Jones-UBS Gold Subindex basiert auf der Gold-Komponente im Dow Jones-UBS Commodity Index. Der Subindex spiegelt die Preisbewegungen im Gold-Future wider. Der iShares Gold Producers UCITS ETF (WKN: A1JKQJ) bietet darüber hinaus über den S&P Commodity Producers Gold Index Zugang zu Aktien der größten börsennotierten Unternehmen, die die Exploration und Förderung von Gold und verwandten Produkten weltweit betreiben. Der Fonds verlor in diesem Jahr über neun Prozent an Wert, ein steigender Goldpreis könnte den Aktien der Förderer aber einen enormen Schub verleihen. Die Kosten für das Produkt liegen bei 0,55 Prozent im Jahr.

 

Weitere interessante Investmentmöglichkeiten finden Sie in unserem ETF-Anlageleitfaden Gold. Dieser erleichtert Ihnen den Einstieg in die Welt der Exchange Traded Funds (ETFs).

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