Ein Goldproduzenten-ETF lieferte atemberaubende Renditen
Mit einem Goldminen-ETF ließ sich dieses Jahr bereits eine beeindruckende Rendite erzielen. Experten zufolge sind die Titel von leistungsstarken Gold-Produzenten aber noch immer unterbewertet.

Gold ist nie aus der Mode gekommen. Zwar sorgte der Preiseinbruch bis in das Jahr 2015 für die ein oder andere Enttäuschung. Historisch betrachtet hat sich das Edelmetall jedoch als sicherer Hafen in Zeiten wirtschaftlicher Turbulenzen und als Schutz vor Inflation stets bewährt. Seit Anfang 2016 zieht Gold wieder massiv an. Experten halten diese Erholung keineswegs für ein Strohfeuer. „Der Aufschwung markiert den Beginn eines Bullenmarktes, der den Preis für das Edelmetall auf Jahre hinaus antreiben sollte“, ist Rohstoffexperte Matthew Michael von Schroder Investment Management (Schroders IM) überzeugt. Seiner Einschätzung nach haben die Unsicherheiten im globalen Finanzsystem ein Ausmaß erreicht, das seit vielen Jahrzehnten nicht mehr existierte. Zudem leide die Glaubwürdigkeit der Notenbanken. Angesichts der globalen Wachstumsschwäche werde die ultralockere Geldpolitik vermutlich fortgeführt oder sogar ausgeweitet. Zuviel nutzloses Geld könnte aber die Teuerung massiv befeuern. „Sollten die Industriestaaten innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre einen inflationären Schock erleiden, dürfte die Nachfrage nach Gold in die Höhe schnellen“, so der Schroder-Experte. Wie Anleger jetzt mit einem Goldproduzenten-ETF partizipieren können.

Goldminen vor der Wende

Angesichts des unsicheren Umfelds werden die Aktien von Minengesellschaften nach Einschätzung von Schroders IM in besonderer Weise vom aufziehenden Zeitalter des Goldes profitieren. „Minengesellschaften mit gutem Management haben aus Krisenzeiten gelernt, brachten ihre Bilanzen in Ordnung und senkten die Förderkosten“, so Michael. Die Börse habe die Wende bereits mit kräftig steigenden Kursen honoriert. Doch gemessen an den aktuellen Goldnotierungen seien leistungsstarke Produzenten noch immer unterbewertet. „Sollte der Goldpreis wie von uns prognostiziert weiter anziehen, steht die Branche vor einer Neubewertung, die noch weitaus höhere Notierungen erwarten lässt“, so Michael.

Atemberaubende Rendite bei einem Goldproduzenten-ETF

Gute Erträge versprechen Unternehmen, die ihre Förderkosten im Griff haben und gleichzeitig über hohe oder dynamisch wachsende Reserven verfügen. Breit in den Markt der Goldproduzenten einsteigen kann der Anleger mit dem iShares Gold Producers UCITS ETF (WKN: A1JKQJ). Der Fonds strebt die Nachbildung der Wertentwicklung des S&P Commodity Producers Gold Index ab und bietet einen direkten Zugang zu Aktien der größten börsennotierten Unternehmen, die in die Exploration und Förderung von Gold und verwandten Produkten weltweit involviert sind. Zu den Top-Positionen im Fonds zählen die Branchenschwergewichte Barrick Gold Corp. (12,13 %), NewMont Mining Corp. (11,10 %) und Goldcorp. (7,10 %). 115,59 Prozent Gewinn stehen in diesem Jahr beim iShares Gold Producers ETF zu Buche. Dabei liegt die Gesamtkostenquote bei 0,55 Prozent.

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Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann studierte Franz Rieber Informationsorientierte Betriebswirtschaftslehre und hat einen Master-Abschluss in Finance & Banking. Seit 2016 ist Franz Rieber für die Isarvest GmbH tätig und für das Projektmanagement und die Kundenbetreuung verantwortlich.