Stark im Grenzmarkt-ETF Xtrackers S&P Select Frontier Swap UCITS ETF sind aufstrebende Länder wie Argentinien, Kuwait oder Nigeria.

Außerhalb etablierter Märkte winken auch 2018 noch Renditen. Experten sehen Nigeria positiv. Ein Grenzmarkt-ETF bildet das Land gemeinsam mit anderen vielversprechenden Volkswirtschaften wie Argentinien oder Kuwait ab.

Frontier Markets (Grenzmärkte) sind für viele Investoren zu einer lukrativen Depotbeimischung geworden. Frontier Markets bezeichnet Volkswirtschaften, die ökonomisch weniger leistungsfähig sind als Schwellenländer, aber dennoch mit hohen Wachstumsraten aufwarten. Beispiele sind Argentinien, Länder in Osteuropa oder auch afrikanische Staaten. Oftmals sind diese Volkswirtschaften von einer vielversprechenden demografischen Situation geprägt: Junge, gut ausgebildete Menschen sorgen für mehr Wohlstand und schieben dank ihres Konsums die Binnenwirtschaft an. Ein typisches Beispiel für einen solchen Grenzmarkt ist Nigeria. Dies sehen auch die Experten von T. Rowe Price so: „Unsere Frontier-Markets-Equity-Strategie haben wir zuletzt zugunsten einer übergewichteten Position Nigerias verändert“, erklärt Oliver Bell, Portfoliomanager des Frontier Markets Equity Fund von T. Rowe Price. Gründe sieht der Experte in höheren Ölpreisen sowie verbesserten Verbraucherdaten. „Durch unsere Research-Reise, die Lagos und Abuja einschloss, haben wir die positiven Signale mit eigenen Augen gesehen. Dies stärkt unsere Zuversicht, dass sich Nigeria in diesem Jahr erholt“, unterstreicht Bell und verweist auf die bedeutsame Rolle nigerianischer Banken.

In Grenzmärkte besser diversifiziert investieren

„Die Bewertungen der Aktien von Banken im Jahre 2017 implizierten, dass die meisten Institute vor der Pleite stehen könnten. Durch die jüngste Aufwärtsbewegung ist das Vertrauen des Marktes gewachsen, dass die Branche vom Stress-Szenario ins Basis-Szenario zurückkehren kann“, sagt Bell. Angesichts der Umkehrsituation in Nigeria könnte der Markt für Anleger wieder interessant werden. Allerdings bietet es sich an, das Land im Rahmen einer diversifizierten Frontier-Market-Strategie gemeinsam mit anderen Wachstumsmärkten zu allokieren. Die Experten von T. Rowe Price verfolgen hierbei einen aktiven Ansatz und fokussieren sich innerhalb Ländern wie Nigeria auf Titel, die sich im Rahmen einer Analyse als aussichtsreich herausgestellt haben.

Grenzmarkt-ETF bündelt Argentinien, Kuwait, Nigeria und mehr

Anders gehen Indizes vor. Diese selektieren in der Regel genau die Titel mit der größten Marktkapitalisierung. Während aktive Ansätze höhere Gebühren kosten und dafür eine Überrendite versprechen, bieten ETFs die reine Marktrendite. Der Xtrackers S&P Select Frontier Swap UCITS ETF (WKN: DBX1A9) bündelt Investments in Grenzmärkte und hat Nigeria mit 7,29 Prozent gewichtet. Den größten Anteil im Index haben Argentinien (18,39 Prozent) sowie Kuwait (18,08 Prozent). Mit einem Indexanteil von 37,5 Prozent ist das Finanzwesen die am stärksten repräsentierte Branche im Grenzmarkt-ETF. Im laufenden Jahr legte er um 1,4 Prozent zu. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,95 Prozent.

 

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Uwe Görler ist seit dem Jahr 2011 Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“, die Online-Plattform extra-funds.de und diverse Medienprojekte der Isarvest GmbH rund um das Thema ETFs und Robo-Advisors. Davor schrieb der gebürtige Dresdner in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und verfasste Beiträge zu den Themenbereichen Wirtschaft & Finanzen sowie Gesundheit für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.