Beobachter lassen immer wieder Growth- und Value-Werte duellieren. Wer hat die Nase vorn?
Beobachter lassen immer wieder Growth- und Value-Werte duellieren. Wer hat die Nase vorn?

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hat jüngst darauf hingewiesen, dass zunehmende Handelsspannungen oder ein starker Anstieg der Anleiherenditen in den Industrieländern das Wachstum beeinträchtigen könnten. Politische Unsicherheit könnte sich zudem wie Mehltau auf die Anlegerstimmung legen und die Risikobereitschaft dämpfen. Laut BIZ geschieht dies just zu einer Zeit, in der die Notenbanken der ultralockeren Geldpolitik den Rücken kehren, was die Vermögenspreise lange Zeit gestützt hat. Der diesjährige Börsensommer ist also wahrlich kein entspannter. Immer wieder deuten sich ein paar Trends an, doch ein langfristiger Durchstoß nach oben ist derzeit so gut wie ausgeschlossen. In diesem Umfeld könnten Substanzwerte (Value) für Anleger interessant sein.

Werden Substanzwerte wieder spannender?

Im ersten Halbjahr 2018 hatten Growth-Aktien klar die Nase vorn – andere Sektoren wurden links liegen gelassen. Aber hier erscheint aufgrund der teils schon recht hohen Bewertungen der Höhepunkt erreicht. So könnte es an der US-Börsen zu einem Favoritenwechsel und zur Rückbesinnung auf Value-Aktien kommen. „In der Vergangenheit folgten auf eine solche Entwicklung oft Phasen, in denen Substanzaktien deutlich besser abschnitten als Wachstumswerte, vor allem, wenn sich zugleich Probleme an den Märkten abzeichneten, erklärt Paul Quinsee, Aktienchef bei J.P. Morgan Asset Management. Aktuell sieht der Experte keine Anzeichen für schwerere Marktturbulenzen. Als Impulsgeber für Value könnte sich jedoch das wachsende Unbehagen der Anleger darüber erweisen, dass ältere Unternehmen der Gefahr von Disruption durch neue Technologien ausgesetzt sind. „Weil Investoren immer stärker den disruptiven Unternehmen vertrauen, sind die derzeitigen Marktführer anfällig für Enttäuschungen“ ist Quinsee überzeugt. Auch Chad Morganlander, Portfoliomanager bei der Washington Crossing Advisors Division von Stifel Financial, warnte, dass Wachstumswerte überfordert wirkten und es unwahrscheinlich sei, dass sie Value-Werten noch den Rang ablaufen könnten.

Erste Wahl für langfristige Investoren

Anleger können mit dem UBS (Irl) ETF plc – Factor MSCI USA Prime Value UCITS ETF (WKN: A14Y6V) auf US-Substanzwerte setzen. Der MSCI USA Prime Value Index basiert auf dem MSCI USA und enthält Large- und Mid-Cap-Unternehmen aus den USA. Der Index fokussiert dabei Unternehmen mit niedrigen Bewertungen und hohen qualitativen Charakteristiken. Ein weiterer Vorteil: Mittels Währungs-Hedge notiert der Index in Euro. Im laufenden Jahr legte der ETF über fünf Prozent an Wert zu. Jährlich fallen hier Kosten von 0,35 Prozent an. Anleger, die weiterhin bei Growth-Titeln Potenzial sehen, sei der Vanguard Growth ETF (WKN: A0MK1G) nahegelegt. Der ETF bündelt Large- und Mid-Caps Titel aus den USA, die Growth-Charakteristika aufweisen, insbesondere aus dem Technologiesektor. Die Kostenquote von lediglich 0,08 Prozent macht den Fonds zur ersten Wahl für langfristige Investoren.

UBS (Irl) ETF plc – Factor MSCI USA Prime Value UCITS ETF

WKN: A14Y6V ISIN: IE00BWT3KL42
Kurs

19,75 €

Kosten (TER) 0,35 %
Fondsvolumen 8,22 Mio. €
Indexabbildung physisch
1 Monat +2,64 %
Lfd. Jahr +8,13 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

Weitere interessante Investmentmöglichkeiten finden Sie in unserem ETF-Anlageleitfaden. Dieser erleichtert Ihnen den Einstieg in die Welt der Exchange Traded Funds (ETFs). Wir stellen Ihnen darin die Anlagemöglichkeiten einzelner Länder, Regionen, Sektoren oder Investmentthemen vor.

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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.