In einem Umfeld mit geringerem Wachstum sehen Experten derzeit ein gutes Umfeld für die Growth-Strategie. Ein ETF wählt Unternehmen nach bestimmten Qualitätsmerkmalen aus und überzeugt dabei.
In einem Umfeld mit geringerem Wachstum sehen Experten derzeit ein gutes Umfeld für die Growth-Strategie. Ein ETF wählt Unternehmen nach bestimmten Qualitätsmerkmalen aus und überzeugt dabei.

Die Anlageexperten von T. Rowe Price sehen derzeit ein positives Umfeld für Growth-Aktien. An den Märkten herrsche die Meinung vor, dass sich die Inflation in diesem Jahr auf das Zyklusende hinbewege – Löhne, Preise und die Politik würden die Zins- und Preisraten in die Höhe treiben und schließlich das Ende des Aktienzyklus einläuten, gibt Portfoliomanager David Eiswert in einer aktuellen Markteinschätzung zu bedenken. „Dennoch stehen wir einer angeblichen ‚Rückkehr der Inflation‘ trotz der im Vergleich zum Vorjahr ansteigenden Preisdaten und der erhöhten Bedenken vonseiten des Marktes skeptisch gegenüber“, betont der Experte. Eiswert beklagt den negativen Einfluss, den der Markt stärkeren Preisdaten beimisst. Investoren lehnten eine höhere Inflation, sowie die Aussicht auf höheres verfügbares Einkommen, einen gesteigerten Konsum und eine größere Vermögensbildung ab, so der Fondsmanager. „Solange der Markt die Inflation weiterhin als etwas Negatives begreift, bleibt uns die Volatilität in den nächsten Monaten erhalten.“

Geschickte Wachstumsinvestoren sind nun gefragt

Die Inflation bleibt aus Sicht des T. Rowe Price-Experten eine wichtige Kennzahl für die Stimmung und die Fundamentaldaten des Marktes. Die konjunkturelle Erholung der USA sowie eine Wirtschaftspolitik mit Steuersenkungen, die gestiegenen Ölpreise sowie der drohende Handelskrieg mit China würden das Risiko einer „schlechten“ Inflation erhöhen. Andererseits könnte jedoch die Verlagerung weg von der verarbeitenden Industrie vor allem in den USA und weg von dem Rohstoffverbrauch vor allem in China die Inflationserwartungen reduzieren“, argumentiert der Portfoliomanager. „Unserer Ansicht nach hat die Inflation ihren Höhepunkt in der Mitte des Jahres 2018 erreicht und hinterlässt eine hässlichere Version des Goldilock-Szenarios: zwar Stabilität und solides Wachstum, jedoch ohne positive Überraschungseffekte wie 2017, und mehr Volatilität. Aktive und geschickte Wachstumsinvestoren können in einem solchen Szenario punkten“, so der Experte.

Outperformance bei Growth-Aktien

In einem Umfeld mit geringerem wirtschaftlichen Wachstums haben nach Beobachtung von Fondsmanager Eiswert Growth-Aktien zuletzt signifikant outperformt und eine bessere Reputation unter den Investoren erhalten. Neben aktiven Investment-Strategien können Anleger auch über passive Instrumentarien an der Performance von Growth-Aktien partizipieren. Der WisdomTree US Quality Dividend Growth UCITS ETF (WKN: A2AGPX) bündelt 300 US-Aktien mit dem besten kombinierten Ranking anhand von Wachstums- und Qualitätsfaktoren. Die enthaltenden Unternehmen werden anhand einer Gewichtung bestimmter Merkmale, die für Wachstums- und Qualitätswerte gelten, ausgewählt. Diese umfassen den geschätzten langfristigen Ertragszuwachs, die durchschnittliche Eigenkapitalrendite für den zurückliegenden Dreijahreszeitraum und die durchschnittliche Gesamtkapitalrendite für den zurückliegenden Dreijahreszeitraum. In diesem Jahr legte der ETF bereits um über 7,5 Prozent an Wert zu. Die jährliche Verwaltungsgebühr von 0,33 Prozent ist davon abzuziehen.

WisdomTree US Quality Dividend Growth UCITS ETF

WKN: A2AGPX ISIN: DE000A2AGPX1
Kurs

19,42 €

Kosten (TER) 0,33 %
Fondsvolumen 13,47 Mio. €
Indexabbildung physisch
1 Monat -2,44 %
Lfd. Jahr +8,85 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.