In Sachen Wachstum hängt der weltgrößte Inselstaat in Südostasien andere rohstoffreiche Länder ab. Nun muss sich das gesunde Umfeld nur noch in den Aktienkursen niederschlagen.
In Sachen Wachstum hängt der weltgrößte Inselstaat in Südostasien andere rohstoffreiche Länder ab.

Die weltweite Konjunktur hat in den vergangenen beiden Jahren an Schwung gewonnen. Davon haben an vorderster Stelle die asiatischen Länder profitiert. Selbst Länder, die eine erhöhte Abhängigkeit von Rohstoffexporten aufweisen, konnten dank eines starken Binnenwachstums reüssieren. Das größte ASEAN-Land Indonesien konnte 2017 sogar um 5,1 Prozent wachsen. Freilich haben die gestiegenen Rohstoffpreise das Wachstum gepusht – vor allem die Agrar- und Bergbauindustrie spielt nach wie vor eine wichtige Rolle im Inselstaat. Doch auch die robuste Binnenkonjunktur – getragen von einer aufstrebenden Mittelschicht – haben zum Wachstum enorm beigetragen. Laut dem nationalen Statistikamt steuert der Konsum zu fast zwei Dritteln zur Wirtschaftsleistung bei. Nicht zuletzt zeigen die stark gestiegenen ausländischen Investitionen die Attraktivität des Landes. Besonders aktiv sind Kapitalgeber aus Japan. Seit einigen Jahren verstärken auch die Chinesen ihr Engagement. „Die Zuflüsse aus dem Ausland ebenso wie das durch die Steueramnestie zurückgeflossene Kapital dürften die positiven Aussichten für die Wirtschaftsdynamik über die Zunahme von Investitionen im laufenden Jahr stützen“, erwarten die Analysten der NordLB.

Moody’s erhöhte Länder-Rating

Indonesien ist eines der stabilsten politischen Länder in Asien und das am wenigsten verschuldete in der Region. Das haben auch die Rating-Experten von Moody’s erkannt und die Bonität des Inselstaats jüngst angehoben. Die öffentlichen Schulden betragen lediglich 30 Prozent der Wirtschaftsleistung, die Neuverschuldung ist unter drei Prozent vom Bruttoinlandsprodukt gerutscht. Die Regierung in Jakarta spart dennoch nicht übermäßig und hat diverse Programme zum Ausbau der Infrastruktur aufgelegt. Vor allem der Energie- und Telekommunikationssektor haben hier noch Nachholbedarf. „Die Wirtschaftsaussichten sind positiv, nicht nur wegen der Rohstoffnotierungen, sondern auch aufgrund von Konjunkturmaßnahmen und Steuerreformen der Regierung“, urteilt die NordLB. Die Experten sehen allerdings in den Auseinandersetzungen handelspolitischer Art zwischen China und den USA ein ‚Downside Risiko‘ für dieses Jahr.

Börse in Jakarta holt auf

Für Anleger, die sich ein Engagement in indonesische Aktien vorstellen können, sei der Xtrackers MSCI Indonesia Swap UCITS ETF (WKN: DBX0EU) nahegelegt. Die Börse in Jakarta ist auf Sicht von fünf Jahren sehr stark gelaufen. Im kurzfristigen Bild kam es in diesem Jahr zu einem Rücksetzer, zuletzt starteten die Aktien eine Aufholjagd. Der dem ETF zugrunde liegende Index bildet die Wertentwicklung von Unternehmen mit hoher und mittlerer Marktkapitalisierung aus Indonesien ab. Fast die Hälfte der im Fonds versammelten Titel kommen aus der Finanzbranche. Der Index wird in Dollar auf Tagesschlussbasis berechnet. Es fallen Gebühren von 0,65 Prozent der Anlagesumme im Jahr an.

Xtrackers MSCI Indonesia Swap UCITS ETF

WKN: DBX0EU ISIN: LU0476289623
Kurs

11,28 €

Kosten (TER) 0,65 %
Fondsvolumen 122,83 Mio. €
Indexabbildung synthetisch
1 Monat -3,62 %
Lfd. Jahr -19,05 %

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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.