Welche Strategie gerade zum Erfolg führt, ist für Anleger ein Rätsel. Clevere ETFs wollen Investoren die Wahl der Erfolgsfaktoren abnehmen.

Während wechselhafter Märkte verlieren Anleger oft die Orientierung: Sollen es eher die defensiven Aktientitel sein oder vielleicht doch eher Wachstumswerte? Welcher Investment-Ansatz gerade der Richtige ist, können Anleger in der Regel schwer vorhersagen. Es gibt inzwischen aber ETF-Lösungen, die sich genau diese Auswahl zu Ziel gemacht haben. So genannte Multi-Factor-ETFs versuchen, aus einem großen Aktienuniversum genau diejenigen Titel herauszufiltern, die gerade gut laufen. Dazu bedienen sich die Lösungen so genannter Faktoren, also Kriterien, die sich in der Vergangenheit als lukrativ herausgestellt haben. In der Regel handelt es sich dabei um die Werthaltigkeit der Unternehmen, deren Kursdynamik, ihre Größe oder ihre Qualität.

Erfolgsfaktoren erklärt

Die Bedeutung der einzelnen Faktoren ist schnell erklärt: Unternehmen mit einer kleinen Marktkapitalisierung und einem hohen Buchwert-Anteil schneiden oftmals besser ab, als der Gesamtmarkt. Der zweite Faktor umfasst die Dynamik. Jeder Investor kennt das Phänomen. Steigt eine Aktie erst einmal dynamisch, ist in der Regel auch mit einer Fortsetzung dieses positiven Trends zu rechnen. Der dritte Faktor bezeichnet die Größe. Kleinere Unternehmen entwickeln sich in der Regel besser als größere. Das liegt unter anderem daran, dass Entscheidungen auf Ebene des Unternehmens bei kleinen Titeln stärker ins Gewicht fallen als bei multinationalen Konzernen. Der Faktor der Qualität fasst Merkmale wie Fremdkapitalanteil und Rentabilität zusammen.

Weltweit positioniert

Multi-Factor-ETFs wie der iShares FactorSelect MSCI World UCITS ETF (WKN: A14YPA) versuchen nun, diese Faktoren miteinander zu kombinieren. iShares berücksichtigt dabei Korrelationen zwischen einzelnen Faktoren und strebt größtmögliche Diversifikation an. Aktien-Universum ist der MSCI-World-Index. Im laufenden Jahr hielt sich die Portfoliolösung mit einer Negativ-Rendite von 2,94 Prozent wacker. Während der vergangenen vier Wochen ging es bereits um 1,9 Prozent nach oben. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,5 Prozent.

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