Immobilien-ETF: Wachstums- und renditestark
Experten sehen bei Immobilienwerten weitere Kurschancen. Doch ewig dürfte der Aufwärtstrend nicht andauern, schnelle Anlageentscheider sind also gefragt.

Betongold! Das klingt für viele Anleger noch immer verlockend. Denn Investitionen in Sachwerte wie Immobilien genießen den Ruf, im wahrsten Sinne des Wortes „bestandserhaltend“ zu sein. Die Gefahr eines Gesamtverlustes erscheint gering. Doch die Investitionssummen sind hoch und nicht für jeden interessierten Anleger möglich. Eine Alternative bieten Anlagen in Immobilienaktien. Professionelle Marktbeobachter räumen der Branche weiterhin Wachstums- und überdurchschnittliche Kurschancen ein. Denn die Mieten für Wohn- und Gewerberäume steigen und steigen. Die aktuelle Auswertung des Bulwiengesa-Immobilienindex, der die Entwicklung in den Bereichen Wohn- und Gewerbeimmobilien zusammenfasst, erzielte in 2017 ein Plus von 5,7 Prozent. Für 2018 erwartet Bulwiengesa, dass die Ausgangssituation auf dem Immobilienmarkt unverändert bleibt. Die positive Wirtschaftsentwicklung und die Nachfrage nach Objekten wachse stetig, so die Experten. Die Stärke des Wachstums hänge nur davon ab, ob es gelinge, andere Wohnimmobiliengesellschaften zu übernehmen, heißt es ergänzend von Analysten von Victoria Partners.

Steigende Zinsen haben noch keine Auswirkungen

Ganz im Sinne seiner Anteilseigner geht der deutsche Branchenführer Vonovia vor – übernahmefreudig trifft es wohl am besten: Der Konzern aus Bochum hat im vergangenen Jahr dem Börsensegment Immobilienaktien eine große Dynamik verliehen, auch und vor allem dank Zukäufen. Jüngstes Kaufziel ist die österreichische Buwog. Vonovia lässt sich den kleineren Rivalen aus dem Nachbarland über fünf Milliarden Euro kosten. Auch für Immobiliengesellschaften wirken sich aber die derzeit steigenden Zinsen negativ aus. Zum einen verteuern sich dann Immobilienkäufe, weil die Refinanzierung kostspieliger wird. Ferner gilt die Branche als dividendenstark – mit höheren Zinsen verlieren Immobilienaktien also relativ an Attraktivität. Die Flinte ins Korn werfen, wollen Branchenexperten dennoch nicht. „Wenn die Zinsen steigen, hat dies zunächst kaum Auswirkung auf die laufenden Zinskosten der Immobiliengesellschaften“, sagte Victoria Partners-Analyst Bernd Janssen jüngst dem Handelsblatt. Denn sie hätten im Schnitt lange Zinsbindungsfristen, und die Fälligkeiten der Kredite seien ausgeglichen auf die kommenden Jahre verteilt. Gleichwohl ist zu große Euphorie unangebracht. Auf lange Sicht dürften steigende Zinsen die Branche belasten.

Überschäumende Euphorie unangebracht

Einen passiven Brancheneinstieg ermöglicht der ComStage STOXX Europe 600 Real Estate UCITS ETF (WKN: ETF074). Der zugrunde liegende Index enthält die größten europäischen Immobilienaktien und bildet das gesamte Immobiliensegment des STOXX Europe 600 ab. Der Begriff Immobilienaktien umfasst REITs (Real Estate Investment Trusts), non-REITs und LPTs (Listed Property Trusts). Der STOXX Europe 600 enthält 17 europäische Länder. In diesem Jahr gab der ETF um rund vier Prozent nach, 2017 konnte eine Rendite von gut 10 Prozent erzielt werden. Die Gesamtkostenquote beläuft sich auf 0,25 Prozent p. a.

ComStage STOXX Europe 600 Real Estate UCITS ETF

Kurs

29,84 €

Kosten (TER)0,25 %
Fondsvolumen18,03 Mio. €
Indexabbildungphysisch
1 Monat+2,72 %
Lfd. Jahr-1,84 %
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