Immobilien bleiben auch weiterhin eine attraktive Depotbeimischung.
Immobilien bleiben auch weiterhin eine attraktive Depotbeimischung.

Im aktuellen Niedrigzinsumfeld stellen Immobilientitel einen attraktiven Baustein in einem diversifizierten Depot dar.

Als Fels in der Brandung erwiesen sich in den vergangenen Monaten Immobilientitel. Die als defensiv geltenden Branchenwerte werden in turbulenten Zeiten gerne angesteuert, da sie im Ruf stehen, konjunkturunabhängig stetig gute Erträge und Ergebnisse abliefern zu können. Zudem finden sich in der Branche mehrere Dividendenstars. Doch ist das Ende des Booms für den Sektor nicht langsam in Sicht? Die Neuvertragsmieten für Wohnungen in Deutschland stagnieren zum ersten Mal seit Langem. Das ergab ein Vergleich der Durchschnittsmieten im dritten und zweiten Quartal 2018 des Beratungsunternehmens Forschung + Beratung (F+B). Die Analysten überraschte der Stillstand bei den Neuvertragsmieten, doch Halt! sie stellten auch klar, dass es regionale Unterschiede gibt. In Ballungszentren und den sieben Metropolen in Deutschland – dort haben auch die börsennotierten Immobilienunternehmen ihren Geschäftsschwerpunkt – gehen die Mieten überwiegend weiter deutlich hoch. Auch im Jahresvergleich steht noch immer ein Plus von 2,3 Prozent für das gesamte Land.

Ende des Booms? Mitnichten!

Zusätzlicher Schub könnte von einem veränderten Angebot kommen. Nachdem in den vergangenen Jahren insbesondere Wohnimmobilien in deutschen Großstädten von einem deutlichen Preisanstieg profitieren konnten, bietet sich jetzt ein stärkerer Blick auf europäische Gewerbeimmobilien an. Unter den Begriff Gewerbeimmobilien werden vorwiegend Bürogebäude, aber auch Hotels, Logistik- und Einzelhandelsflächen zusammengefasst. Hier gab es in den Jahren nach der Finanzkrise trotz einer guten Nachfrageentwicklung nur ein recht verhaltenes Angebotswachstum. Die Folge: Der Bestand engt sich ein, das lässt die Preise anziehen. Der Immobiliendienstleister Jones Lang Lasalle hat für das erste Quartal dieses Jahres für fast alle der 36 untersuchten europäischen Teilmärkte ein positives Bild gezeichnet – 30 Märkte wiesen demnach im Gewerbebereich steigende Mietpreise auf.

Wichtiger Depot-Baustein im Niedrigzinsumfeld

In ein gut diversifiziertes Anlagedepot gehören im aktuellen Niedrigzinsumfeld auch Immobilienwerte. Hier könnte der iShares European Property Yield UCITS ETF (WKN: A0HGV5) für interessierte Investoren in Frage kommen. Der Fonds bietet Zugang zu börsennotierten Immobilienunternehmen und Real Estate Investment Trusts (REITs) aus den entwickelten europäischen Volkswirtschaften (ohne Großbritannien), die eine für ein Jahr prognostizierte Dividende von zwei Prozent oder mehr haben. Der Fonds ist 1,3 Mrd. Euro schwer, die Gebühren liegen bei 0,40 Prozent im Jahr. Im Zuge der allgemeinen Börsenschwäche haben auch Immobilienaktien schwächer performt, allerdings in überschaubarem Ausmaß. Auf Sicht eines Jahres legte der Fonds um gut zwei Prozent zu.

iShares European Property Yield UCITS ETF

WKN: A0HGV5 ISIN: IE00B0M63284
Kurs

40,39 €

Kosten (TER) 0,40 %
Fondsvolumen 1.335,38 Mio. €
Indexabbildung physisch
1 Monat +0,36 %
Lfd. Jahr -0,92 %

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